Pfarrei St.Barbara - Mülheim an der Ruhr

St.Barbara - Christ König - St.Engelbert - St.Mariae Rosenkranz - Sv.Leopold

FIRMUNG 2021

Anders als du denkst
 
 
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9.6.2021-18.30 Uhr
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Liveübertragungen

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* *    Nachricht aus dem Krisenstab der Pfarrei St. Barbara 22. April 2021  * *

Auf der Basis der Beratungen im Pastoralteam bzgl. Alternativen zu Präsenzgottesdiensten hat der Krisenstab beschlossen, dass wir in unserer Pfarrei St. Barbara bis auf weiteres keine Gottesdienste in Präsenz feiern werden. Aus der Pfarrkirche werden aber die Vorabendmesse und die Sonntagmesse  per Livestream übertragen am Samstag um 17 Uhr und Sonntag um 11.30 Uhr.

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Ihr Lieben,

anbei findet sich der aktuelle Gemeindebrief St. Engelbert mit einem Schwerpunkt auf PGR-Wahlen und Neufassung der PGR-Satzung sowie das Liturgiepaket des Bistums. Die Neufassung der PGR-Satzung verringert die allgemeine Ver-Ordnung der PGR-Arbeit erheblich und ermöglicht damit, die konkreten Situationen vor Ort besser in diesem Gremium der pastoralen Mitverantwortung abzubilden und kreativ einzubinden. Auch zeitlich, thematisch und lokal begrenztes Engagement ist vorgesehen und willkommen. Der alternative Wahlmodus – ein Wahlbezirk = Pfarrei oder mehrere Wahlbezirke = Gemeinden – wird unseren PGR noch beschäftigen und hoffentlich nicht sein Konfliktpotential entfalten. Wenn ja, werden wir sehen, wozu das gut ist.

Die sog. „dritte Welle“ der SARS-CoV-2-Pandemie sowie die reaktiven Infektionsschutzmaßnahmen, die „Bundes-Notbremse“, bringt die Republik zum Ächzen und Stöhnen. Es ist nicht nur der generelle Überdruss an den das gesellschaftliche Leben lähmenden Maßnahmen; es kommt hinzu das bohrende Fragen, wer oder was verhindert, dass die Maßnahmen endlich nachhaltig greifen. Die lokalen Medien in unserer Stadt haben Transparenz darüber erzwungen, wie die Fallzahlen über die einzelnen Stadtbezirken verteilt sind. Das Ergebnis hat Insider und Nachdenkende nicht überrascht. Als der städtische Krisenstabsleiter, Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort, es allerdings in Worte gefasst hat, brach ein Shitstorm los. Völlig unbegründet, wenn man Herrn Steinfort im O-Ton liest. Völlig sachlich stellt er den Fallzahlen die Zahlen der Bevölkerung gegenüber. Und, das sei klar gesagt, es geht nicht darum, den „Schwarzen Peter“ zu verteilen. Aber wir kommen nicht darum herum, endlich einzugestehen, dass Integration einfach kein Erfolgsmodell in unserer Gesellschaft ist und dass sich das mit bestimmten Ethnien in Verbindung bringen lässt. Wenn offizielle Verlautbarungen nicht interessieren, wer keine lokalen Zeitungen oder Rundfunkt liest / hört, wer der deutschen Sprache nicht mächtig geworden ist, nimmt einfach nicht teil am Alltagsleben in Mülheim, sondern lebt in einer Parallelgesellschaft. Und dazu oft in einer, die sich auf Grund dessen ihre eigenen Regeln gibt. Und es gibt neben sprachlichen Barrieren, prekären oder kulturbedingt auf engerem Raum behausten großen häuslichen Gemeinschaften auch die kulturell / religiös parallel angelegte eigene Welt. Neben bekennende „Querdenker“ treten hier – aus welchen Gründen auch immer - „Querlebende“.  Die Einlassungen des Integrationsrates machen es sich zu leicht, den Boten [Dr. Steinfort] zu inkriminieren, der nur Fakten benannt hat, aber z. B. eigene Nachlässigkeiten hintanzustellen. Ja, trotz aller Flüchtlingshilfe hakt es – schon seit Generationen – mit der Integration, aber wir dürfen von allen Seiten nicht nachlassen, daran weiterzuarbeiten. Das ist und bleibt für beide Seiten eine für die Zukunft gemeinsamen Lebens unverzichtbare, harte Aufgabe.

Einen gesegneten Sonntag und hoffentlich einen spürbareren Frühling hinein in den Mai sowie herzliche Grüße

Michael Clemens, Pastor

Ihr Lieben,

die SARS-CoV-2-Pandemie währt mittlerweile fast anderthalb Jahre; 3 Millionen Menschen in Deutschland waren oder sind daran erkrankt, 80.000 haben die Erkrankung nicht überlebt. Spätestens seit dem letzten Quartal des Vorjahres beunruhigen die Epidemiologen, Virologen, Fachleute und uns die, wie man im ruhr-rheinischen Jargon gern sagt, „Mutanten“, mit Hilfe derer sich das Virus menschlichen Abwehrversuchen raffiniert querstellt. Wir Kirchen hatten schon einen „Gedenktag für die Opfer der CoVid-19“, aber auch für den gesamten zivilgesellschaftlichen Raum sollte ein Gedenktag Raum für „Trauern und Trösten“ schaffen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wählte diesen Sonntag dafür und lud die Kirchen und Vertreter der Religionsgemeinschaften ein, zunächst einen ökumenischen Trauergottesdienst in Berlin zu gestalten, ein Staatsakt wird folgen. Das wird sicher neben der Frohen Botschaft von der Kraft des Staunens – hier genauer über die Auferstehungsbotschaft – im Fokus unserer Sonntagsgottesdienste stehen.

Dass mich – als Mitverantwortlicher in der Pastoral, aber ebenso als Ehrenamtskoordinator und Freiwilligenmanager im Pfarrei-Team „Ehrenamt“ – die Zukunft ehrenamtlichen Engagements unter den sich verändernden Bedingungen im kirchlichen Raum allgemein, unter den speziellen Beanspruchungen der Pfarreientwicklungsprozesse im besonderen momentan immer stärker umtreibt, liegt nicht nur an den diesjährig anstehenden Gremienwahlen. Was die Phalanx der Hauptberufler in Bistum und Pfarreien den Ehrenamtlern vor Ort an Entscheidungen zumutet und damit an Bereitstellung zeitlicher und arbeitsökonomischer Ressourcen abverlangt, während zugleich dieselbe Kirche – hier insbesondere die Führungsriege – im fortwährenden Skandal von geistlichem Machtmissbrauch und Missbrauch sexualisierter Gewalt af breitester Linie gänzlich versagt, finde ich persönlich mehr als grenzwertig.

Ich spitze es einmal so zu: Während diese verantwortungsethischen Konflikte die Kirche bis ins Mark erschüttern, während der Horror der Pandemie ganze Familien, Gemeinden und Pfarreien lähmt, erwartet die Kirche von denen, für die sie da ist, weiter fleißig die Pfarreientwicklungsprozesse abzuwickeln. Wo bleibt der empathische Blick auf die Befindlichkeiten? Nimmt jemand wahr, dass viele, die sich ehrenamtlich engagieren nicht nur arbeitstechnisch „auf dem letzten Loch pfeifen“? Weiteres dazu in einer Kurzversioin im aktuewllen Gemeindebrief.

Einen gesegneten Sonntag, nach Sonnenuntergang schön brav zuhause bleiben und – bleibt gesund und behütet!

Michael Clemens, Pastor

Ostergruß an die Schwestern und Brüder in der Gemeinde St. Engelbert

Liebe Schwestern und Brüder,

seit gut einem Jahr hat das Virus die ganze Welt im Würgegriff der SARS-CoV-2-Pandemie. Der Umgang mit der Pandemie, ihre Begleiterscheinungen und Folgen haben die Verwundbarkeit einer scheinbar gesicherten Welt, ihre Überheblichkeit und ihre Schattenseiten ebenso geoffenbart wie Stärken und Überlebenskräfte. Zu dieser Belastung öffnet sich uns christlichen Kirchen mit jedem medienwirksam öffentlich in Szene gesetzten Fehltritt oder „Missbrauchsstudie“ die „Büchse der Pandora“ und treibt die Menschen in Scharen zum Austritt. Das ist schwer noch zu ertragen – auch und gerade für die treuen Engagierten. Die sich gerade, angewidert durch die Verweigerung von auch moralischer Verantwortung durch Amtsträger im Missbrauchsskandal, noch zusätzlich durch die Äußerung der Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Paare ob der fehlenden Empathie und voll lehramtlicher Selbstgewissheit abgestoßen fühlen.

Diese Gemengelage ist, ahne ich, kein gutes Vorzeichen für die Feier des höchsten, grundlegendsten Festes der Christenheit, des österlichen Triduums von Gründonnerstag bis Ostern. Erst das Abendmahl mit seiner Deutung durch die Fußwaschung, dann Leiden und Kreuzestod Jesu und schließlich das leere Grab führten damals wie heute Jüngerinnen und Jünger Jesu durch ein existentielles Wechselbad der Gefühle. Diese Ereignisse gehörten und gehören zusammen erlebt, erfahren und gedeutet.

Das wird auch über ein zweites Osterfest hinweg mit digital übertragenen Liturgiefeiern zu erleben sein. Das erfahren die einen als „nur“, die anderen als „immerhin“. Leider ist unsere Engelbertuskirche immer noch nicht mit leistungsfähigem Internetanschluss ausgestattet, aber „immerhin“ die Pfarrkirche. So werden wir die festliche Liturgie der Kar- und Ostertage über Livestream aus der Pfarrkirche mitfeiern können.

Gemeindemitglieder aus St. Barbara werden dankenswerterweise für die Küsterdienste sowie die Aufnahme und Übertragung gewährleisten. Um Pfarrei als Ganzes und in seiner Vielfalt der Gemeinden sichtbar werden zu lassen, haben wir die liturgischen Dienste der Zelebration und des Dienstes am Wort so verteilt, dass alle „ihren“ vertrauten Gesichtern und Liturgiestilen begegnen können. Und in der Feier der Osternacht erhalten die Osterkerzen aller Gemeinden / liturgischen Orte ihre Weihe und ihr Licht vom einen Osterfeuer.

Wir laden Euch und Sie herzlich ein, an den PCs, Laptops oder Smartphones die Liturgie vom Abendmahl über die Passion Jesu bis hin zur Feier der Auferstehung miteinander zu feiern. Dabei begleitet uns das Osterbildchen der Pfarrei, das die kürzlich verstorbene Margret Sprafke so intuitive gestaltet hat: Christus, der aus dem Dunkel der Todesruhe in das gleißende Licht österlichen Lebens aufsteigt.

Wir denken dabei aneinander und vergessen auch unsere Verstorbenen, die Einsamen und Kranken in der Nähe und der Ferne nicht. Lassen wir das Geschehen um Jesus Christus, seinen Auftrag, sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung nah an uns heran, damit Er auferstehen und lebendig sein kann – in Dir und mir.

Ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Michael Clemens, Pastor                                                                  Annette Beckwermert, Gemeindereferentin

Ihr Lieben,

ein zweites Osterfest ohne Präsenzgottesdienste – eine äußerst schmerzliche Erfahrung, wie es auch mein Kollege, unser Pfarrer Christian Böckmann, in seinem sehr empathischen Ostergruß an die Pfarreimitglieder [be-]schreibt. 

Hinzu kommt die bedrückende, verfahrene Lage unserer Kirche, die – mit starken regionalen Unterschieden – seit gut 10 Jahren ein schlechtes Bild abgibt und mit fortschreitenden Konflikten ihre Mitglieder zunehmend verstört. Die schlechte Außenwahrnehmung lässt die Kirchenaustrittszahlen bedenklich weiter in die Höhe schnellen – in Köln sind die Termine beim Amtsgericht bis einschl. Juni [ca. 1.500 Austrittstermine!!!] ausgebucht – und ergreift immer tiefer in die Mitte der Engagierten und Beteiligten.

Was mich – und sicher nicht nur mich – dabei mittlerweile in Rage bringt, ist die Dreistigkeit und Arroganz vieler Leitungsverantwortlicher. Wie kann ein Bischof, der selbst Geheimsekretär seines Vorgängers war, die Story auftischen, er habe von solch pikanten Personalie wie Fällen sexualisierter Gewalt durch Kleriker nichts mitbekommen? Da redet sich doch jemand auf Kosten seines Vorgängers seine eigene Rolle gerade passend klein – oder handelt es sich um Wahrnehmungsstörungen?

Würden in der freien Wirtschaft oder in Politik und Verwaltung eine solche Anzahl an hochrangigen Verantwortungsträgern in die Wüste geschickt, müsste mit Sicherheit der ihnen vorgesetzte Chef gleich mit den Hut nehmen, weil er als solcher die Gesamtverantwortung trägt. Nichts davon in der Kirche! Was für eine Denke und welches miese Empfinden steckt dahinter, jegliche Letzt- oder zumindest Mitverantwortung zu verweigern und damit alles auf den Vorgänger und Mtarbeiter abzuwälzen. Dafür müssen drei Bischöfe und der Metropolitan-Offizial in den – zumindest – einstweiligen Ruhestand! Ist das Schweigen des Vatikans dazu ein beredtes Schweigen? Wir werden es sehen.

Demut, wie sie unser Bischof in seiner Karfreitagspredigt empfahl, sollte wieder deutlicher ihren Platz im gelebten Wertekanon unserer Kirche finden. Den Jahrmarkt der Eitelkeiten in bunten Kleidchen und die ständige Selbstbespiegelung [Die Debatte um Systemrelevanz der Kirche in der  Pandemie] zeigen, wie weit die Kirche als System und Institution sich von ihrem Stifter Jesus Christus entfernt hat. Wie überdrüssig bin ich einer Kirche, die sich lieber selbst zum Thema macht als ihren  Dienst zu tun. Wie brachte es doch der geschsste Bischof von Evreux Jacques Gaillot so treffend auf den Punkt? „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts.“

Jesus verliert auch mit seiner Auferstehung die Bodenhaftung nicht. Das Weizenkorn, das in der Erde, sich hingebend, unterging, keimt auf zu neuem Leben. „Ich gehe euch nach Galiläa voraus.“, lässt der Auferstandene durch die „Apostelin der Apostel“, Maria von Magdala, seinen Jüngerinnen und Jüngern ausrichten. Wer vorausgeht, kann Nachfolge erwarten. Unser österlicher Auftrag ist, in seine Fußstapfen zu treten, damit die Botschaft von Liebe und Hingabe, von Solidarität und Gemeinschaft, von Versöhnung und Neubeginn zu den Menschen gelangt.

Euch und Ihnen ein gesegnetes, frohes Osterfest und herzliche Grüße

Michael Clemens, Pastor   

Ihr Lieben,

kurz bevor diese Nacht uns im Wechsel zur Sommerzeit – welch unsinnige Geschichte immer noch! – zerrinnt, schicke ich den aktuellen Gemeindebrief St. Engelbert mit dem Liturgiepaket des Bistums zum Palmsonntag und einem kleinen Begleitheft zu einer Aktion der Engelberter Kinderkirche. In den Fenstern des Gemeindezentrums [Das Tor ist offen; bitte anschließend wieder verschließen.] erzählen Bilder einen kindgerechten Osterweg. ALLE, die interessiert sind gleich aus welcher Gemeinde, können sich das Begleitheft ausdrucken, ihre Familie einpacken und den Osterweg im Erzählen gehen. Es geht ums Schauen und Bestaunen und die begleitenden Geschichten. Viel Freude beim Entdecken!

Der neuerliche Lockdown hat uns Hoffnungsfrohe kalt erwischt. Der Krisenstab sah sich veranlasst, Präsenzgottesdienste auszusetzen. Nun haben wir ja wenigstens in der Pfarrkirche digitales Equipment und Knowhow. Herzlichen Dank den Experten, die sich bereiterklärt haben, das volle Programm der Kar- und Ostertage aus der Pfarrkirche live zu streamen [Link jeweils auf www.pfarreisanktbarbara.de]. In den Gremien haben wir überlegt, wie wir das Bedürfnis nach vertrauten Gesichtern, Personen und Liturgiestilen für die Menschen aller unserer Gemeinden zufriedenstellen könnten, und haben uns entschlossen, die Liturgie dieser Festtage so aufzuteilen, dass mit den Zelebranten, Lektor*innen, Kirchenmusiker*innen und weiterer Mitwirkenden insgesamt die ganze Pfarrei sich abgebildet fühlen kann. Besonders dankbar sind wir den Barbaranern für die Übernahme des Küsterdienstes und die Aufzeichnung / Übertragung der Gottesdienste.

Weitere pfiffige, wenn man das so sagen kann, Gottesdienstangebote sind auf der Pfarrei-Homepage angekündigt. Wir dürfen froh und dankbar sein für diese vielfältigen Angebote in den unterschiedlichsten Formaten.

Euch und Ihnen einen gesegneten Palmsonntag! Freuen wir uns auf unsere Präsenzgottesdienste, bevor der Lockdown uns wieder auf die digitale Welt beschränkt. Bitte nutzen Sie, wenn Sie Bedürfnis haben, die Angebote der Hauskommunion an sämtlichen Standorten. Und genießen Sie die Ostergrüße „Eurer / Ihrer“ Gemeinde als ein Zeichen lebendiger, tiefer Verbundenheit.

Liebe Grüße

Michael Clemens, Pastor   

 

Palmsonntag_Erwachsene.pdf

12_2021 Palmsonntag_-Karwoche.pdf

Palmsonntag_Familien.pdf

Bilderweg zur Kar- und Osterzeit.pdf

 

Ihr Lieben,

während uns zwei Sturmtiefs, die einander auf den Fersen folgen, über uns hinwegfegen, erwartet uns der 4. Fastensonntag mit dem Beinamen „Laetare! – die Fehler Freue dich, Stadt Jerusalem!“ nach dem lateinischen Eingangsvers. Es ist einer von zwei Sonntagen im Kirchenjahr mit der liturgischen Farbe Rosa, einem Mix des Violett der Bußzeit und dem Weiß des Osterfestes, weshalb wohl nur die wenigsten Kirchen ein rosafarbenes Messgewand haben. In St. Engelbert wird es neben dem neuen Hungertuch von MISEREOR zu sehen sein. Eine Ansicht davon bestimmt das Titelblatt des aktuellen Engelberter Gemeindebriefs, der mit dem Liturgiepaket des Bistums angehängt.

Apropos Bistum. Das ist heute arg in die Schlagzeilen geraten mit einer Steuernachzahlung von 5,8 Mio Euro, wie „Der Spiegel“ berichtet. Generalvikar Pfeffer ist allerdings gleich mit einer Transparenzoffensive über den „FLURFUNK“ sowie die Pfarrer zunächst an die innerkirchliche Öffentlichkeit gegangen. Denn die Fehler in den  Steuererklärungen der letzten Jahre hat das Bistum selbst entdeckt und mit Hilfe einer Wirtschaftsberatung in berichtigte Steuererklärungen nachgearbeitet. Für das Bistum ist das der zweite harte Schlag nach einer Watschen, die es im Hinblick auf die Personalarbeit durch die Prüfungsgesellschaft KPMG bekommen hat. Der Generalvikar selbst hat das dahinter steckende Problem aber bereits in einem Interview mit dem Kirchen-Portal www.katholisch.debenannt: Das Theologiestudium ersetzt nicht den nötigen Sachverstand, den es für gute Verwaltung und professionelles Finanzgebaren braucht. Nähere Informationen gibt es auf katholisch.de und der Bistumsseite.

Mein Aufreger der Woche ist allerdings der Deutsche Caritasverband als Aushängeschild  verbliebener Glaubwürdigkeit katholischer Kirche. Ausgerechnet die Dienstgeberseite des Caritasverbands torpedierte einen deutschlandweiten Flächentarifvertrag PFLEGE. Was ist der Hintergrund? In der Caritas – und ähnlich der Diakonie auf evangelischer Seite – gibt es eine „Markt-Caritas“ als Betreiber von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie eine „anwaltliche“ Caritas mit ihren Hilfs- und Beratungsangeboten. Ich finde es einen Skandal, wenn eine kirchliche Einrichtung daran mitwirkt, gemeingesellschaftliche Aufgaben wie die Kranken- und Altenpflege zu profitorientierten Institutionen zu machen. Immer mehr Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen werden unter die Dächer von Holdings getrieben, die die Renditemaximierung ihrem gesellschaftlichen Auftrag überordnen und an den Mitarbeitenden sparen, die die geringste Lobby haben, dem Pflegepersonal. Was bringt es den Pflegenden, in der Pandemie beklatscht zu werden, wenn man von seinem Einkommen nicht anständig leben kann? Ein ganzer Schwarm von katholischen Sozialethikern ist dagegen Sturm gelaufen und hat Nachbesserung gefordert. Der Präsident des deutschen Caritasverbandes lehnt jegliche Nachbesserung kategorisch ab.

Ich wundere mich nicht zu lesen, dass das Kölner Amtsgericht auf Wochen keine Termine für Kirchenaustritte mehr zu vergeben hat. Die Zahlen steigen in für die Kirche existenzgefährdende Höhen an. Sehen das die Bischöfe nicht?

Fast hätte ich es vergessen, auf den VideoPodcast meiner Kollegin Daniela Busse hinzuweisen, der morgen ab 18 Uhr freigeschaltet ist und über den Link  https://youtu.be/vOjxI7pPg7k oder die Homepage www.barbarakirche.de zu erreichen ist. 

Ich wünsche trotz allem einen gesegneten Sonntag 

Michael Clemens, Pastor

6. März 2021

Ihr Lieben,

während die Sonne kräftig geschienen hat, sind die Temperaturen dagegen noch recht winterlich. Während zwar erste zarte Andeutungen des kommenden Frühlings unübersehbar zu spüren sind, kommt ganz real der aktuelle Gemeindebrief von St. Engelbert. Angefügt ist das aktuellle Liturgiepaket des Bistums sowie ein Bestellzettel des Gemeinderats-Teams „Mission, Entwicklung, Friede“ für „Eine-Welt-Waren“, z. B. im Zusammenhang mit dem MISEREOR-Sonntag mit der Bitte um Kenntnisnahme und Information sowie um Weiterleitung in die Gruppierungen und Netzwerke. Ein kleiner Hinweis: Ich habe offensichtlich für Engelbert am So, 7. März, die falsche Uhrzeit „11 Uhr“ eingetragen; natürlich ist 10 Uhr für die Präsenzgottesdienste die richtige Zeit.

Bundesregierung und Ministerpräsident*innenkonferenz haben den Lockdown mit einem gestuften Lockerungsplan bis Ende März verlängert, und in der Republik herrscht vielerorts Kopfschütteln bis blankes Entsetzen. Während bei der politischen Lichtgestalt von vorgestern, Bundesminister Jens Spahn, momentan Stromausfall zu beobachten ist,  versteht es der ausgebuffte Kommunikator MP Markus Söder trotz mieser Leistungen im Corona-Management in Bayern weiterhin recht erfolgreich, sich als „harter Hund“ zu verkaufen. So unterschiedlich kann es Politikern ergehen.

Derweil öffnen sich seit heute [Vorabendmesse der Pfarre in der Barbarakirche] wieder die Kirchtüren an den Kirchorten unserer Pfarrei für Sonntagsmessen als Präsenzgottesdienste. Die Hygienekonzepte vor Ort hatten und haben sich bewährt, und unsere bewährten Ordner*innen im Ehrenamt stehen auch wieder parat. Bei allen, mittlerweile vielfältigen und ebenfalls bewährten sowie angenommenen digitalen Formaten darf ich froh und frei bekennen, dass ich mich sehr freue, regelkonform mit einer Gottesdienstgemeinde zu beten und Eucharistie zu feiern. Für die, die sich noch nicht wieder in eine unserer Kirchen trauen, bietet ja Danny Busse weiterhin ihre erfrischend ermutigenden VideoPodcasts an, die über die Pfarreiseite zu sehen sind.

Den „Täufern“ im Pastoralteam bietet sich nunmehr ein weites Akionsfeld, denn die Corona-Beschränkungen haben einen enormen Berg an Tauf-Anfragen und -Aanmeldungen anwachsen lassen, den wir jetzt Taufe für Taufe abzutragen haben. Allerdings bleibt zurzeit noch ein Wermutstropfen: Taufen finden als nicht-öffentliche Feiern im klein[st]en Kreis statt. Wer also die Feier im großen Kreis oder im Rahmen der Sonntagsmesse vorzieht, sollte das Vorhaben hinausschieben und ein Mitglied des Pastoralteams um einen Segen für das Neugeborene ansprechen. Wir werden sicher einen regelkonformen Weg dafür finden!

Einen gesegneten Sonntag wünsche ich Euch und Ihnen – und bleibt behütet,

Michael Clemens, Pastor

karnevalClemens
 
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Sehr geehrte Herren,
für das Pfarrkapitel im November ist ein Gastgeber gefunden.
November
Mo., 27.11.2017
18.00 Uhr
Wohnpark
Dimbeck
Pfr.i.R.
F.J. Steprath,


Vielen Dank

Mit herzlichen Grüßen vom Kirchenhügel

Rita Dronia




Kath.Kirchengemeinde
St. Mariae Geburt
Althofstr. 5
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel: 0208 - 3 25 25
Fax: 0208 - 3 45 80

Öffnungszeiten Pfarrbüro:
Mo., Di., Fr. 09.30 Uhr - 12.00 Uhr
Mi. 14.00 Uhr - 16.00 Uhr
 
 
 

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