Pfarrei St.Barbara - Mülheim an der Ruhr

St.Barbara - Christ König - St.Engelbert - St.Mariae Rosenkranz - Sv.Leopold

 

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FIRMUNG 2021

Anders als du denkst
 
 
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Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung

preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.

 

Das Evangelium Tag für Tag  / Tagesliturgie


 

* * Nachricht aus dem Krisenstab der Pfarrei St. Barbara vom 9. Juni 2021 * *

 

Liebe Pfarreimitglieder, liebe Freundinnen und Freunde,

das Land NRW hat am 9. Juni amtlich festgestellt, dass Mülheim an der Ruhr stabil unter der 35er Inzidenzmarke liegt und somit die Inzidenzstufe 1 am 11. Juni 2021 in Kraft tritt. Daher hat unser Krisenstab heute folgendes beschlossen:

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Neues Islamgesetz in Österreich – Ist das auch interessant für uns?

aus dem Newsletter NL_10_2015 von St. Engelbert

Der Islam ist trotz der Anwesenheit von ca. 4 Millionen [ca. 4+ %] Muslimen in Deutschland eine Religion, die von vielen mit Argwohn betrachtet wird. Das liegt einerseits an fundamentalistischen Auswüchsen und extremistischen Erscheinungen wie dem Radikalislamismus des IS, der Muslimbrüder oder der türkischen Erdogan-Partei AKP, andererseits einer [relativ] strengen Glaubensausübung in uns fremden Riten und fremder Sprache. [Ob das auch beim Judentum sich so auswirkt, sei hier aus „political correctness“ nicht ausgebreitet, zumal es eben deshalb auch in der Öffentlichkeit nicht thematisiert wird.]

Da lässt eine Nachricht aufhorchen, die uns aus Österreich erreicht. Im k.u.k.-Nachfolgestaat mit Vielvölkertradition gab es bereits ein Islamgesetz, das in dieser Woche durch ein neues abgelöst wurde. Es ist in Zusammenarbeit mit den muslimischen Vertretungen erarbeitet und auf den Weg gebracht worden.


Es billigt dem Islam den gleichen Rechtsstatus zu wie den anderen anerkannten Religionsgemeinschaften, nämlich den der öffentlich-rechtlichen Körperschaft.
Es fordert zugleich das Bekenntnis zum Staat und seinem Recht ein, was z. B. im Amtseid der katholischen Bischöfe vor dem „Landesherrn“ ebenfalls zum Ausdruck gebracht wird.
Es verbietet die Finanzierung islamischer Geistlicher, Gemeinden und Einrichtungen aus dem Ausland und fordert die deutschsprachige Ausbildung im Inland sowie die Darlegung des Glaubens und seiner wesentlichen Inhalte [Predigten] in deutscher Sprache.
Es schreibt islamische Seelsorge in öffentlichen Einrichtungen wie Armee, Krankenhäusern und Gefängnissen fest und sichert das Recht auf muslimisches Leben, eigene Friedhöfe, Einhaltung von Speisevorschriften, islamische Feiertage.

Nun ist und bleibt in unserem Lande das große Problem die „political correctness“, d. h. man darf alles denken, aber nicht alles aussprechen, geschweige denn, schreiben. Das betrifft insbesondere alles, was zum Themenkomplex Judentum, Holocaust und Israel gehört, das betrifft aber unausgesprochen auch viele religiöse Bereiche. Nicht das Christliche freilich! Darüber darf sich jeder und jede lustig machen, abschätzig oder abwertend äußern in Wort und Bild. Aber muslimisches Leben? Da verlassen wir uns auf die Haudegen der PEGIDA o. ä. Kann kritische Auseinandersetzung nicht auch zur Gestaltung eines gesellschaftlichen Miteinanders führen, das gegenseitig als förderlich und wohltuend erlebt werden kann?

Wenn die muslimischen Gemeinden unter uns weder uns noch die mittlerweile „dritte Generation“ bei ihrer allgemeinen Einladung zu ihren im Prinzip öffentlichen Gottesdiensten insoweit ernst meinen, dass sie ihre Gebete, Koranlesungen und Predigten in der bei uns geltenden Allgemeinsprache, also in Deutsch, halten, kann m. E. von Offenheit und Öffentlichkeit nicht die Rede sein. Auch bei uns wird lange schon kein Latein mehr gesprochen, weil es niemand mehr versteht.

Ein deutsches Islamgesetz ähnlich wie in Österreich? Ich warte darauf! Und ich stehe damit, denke ich, nicht nur in christlichen Kreisen nicht allein, sondern vermutlich auch in muslimischen Kreisen jüngerer Prägung.

Es ist nicht einzusehen, dass in Moscheen in Arabisch gesprochen wird, und niemand nachvollziehen kann, wenn er / sie es denn wollte, was dort gebetet, vorgelesen und gepredigt wird. Es ist kein Ansatz zur Integration, sondern integrationsfeindliches System, die Imame der D.I.T.I.B.-Moscheegemeinden über die türkischen Konsulate vom Religionsministerium in Ankara aus zu besetzen, und das in kurzen Intervallen, um ja keine intensiveren Kontakte vor Ort zu ermöglichen. Ein Religionsministerium in einem säkularen Staat!

Ich hoffe, dass gerade junge Muslime unter uns einen aufgeklärten Islam „europäischer Prägung“ einfordern und mitgestalten und dass unsere Politiker den Mut haben, Österreich in Sachen Islamgesetz zu folgen.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Euch und Ihnen
Ihr und Euer Pastor Michael Clemens