Pfarrei St.Barbara - Mülheim an der Ruhr

St.Barbara - Christ König - St.Engelbert - St.Mariae Rosenkranz - Sv.Leopold

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Mamfe

DJK Styrum 06 e.V.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde weitgehend bei der Jugend der Wunsch nach sportlicher Betätigung wach und sie schloss sich zu kleinen Sportgemeinschaften zusammen. So auch in der damaligen Standesorganisation der katholischen Jugendbewegung der Pfarre St. Mariae Rosenkranz.
Am 23.12.1906 wurde spontan der Akt zur Gründung der DJK Styrum 06 vollzogen.
Schon nach kurzer Zeit entstand eine Turnerriege und eine Fußballmannschaft. Als Wirkungsstätte standen die Union und ein kleiner Sportplatz Ecke Neustadt- und Hüttenstraße zur Verfügung.

Im 1. Weltkrieg musste 1917 die Vereinstätigkeit aufgegeben werden. Nach Beendigung des Krieges wurde das Interesse für Sport wieder größer und es konnte ein neuer Anfang gemacht werden. Auf dem Katholikentag 1920 in Würzburg wurde der Zusammenschluss der vielen einzelnen Gruppierungen zu einem Verband beschlossen und damit die "Deutsche Jugendkraft e. V." gegründet.
Die DJK Mülheim-Styrum wuchs und konnte viele Erfolge erzielen; so wurde sie 1920 Bezirksmeister im Schlagball. In den Jahren 1921 bis 1932 stellte sie viele Sieger bei den Bezirks- und Gaufesten. Einen Höhepunkt erreichte das Vereinsleben 1932. Die 8 Jahre alte Handballabteilung brachte die schönsten und glänzendsten Siege nach Hause:

8 mal die Meisterschaft des Gaue Ruhr,
6 mal die Meisterschaft des Kreises Rhein/Weser
2 mal die Westdeutsche Meisterschaft
und 1932 die Reichsmeisterschaft der DJK

Im gleichen Jahr standen die Zeichen aber schon auf Sturm. Die politische Entwicklung erstickte mehr und mehr das Eigenleben konfessioneller Verbände. Das Nazi-Regime zerstörte alles was ihm lästig werden konnte. Am 30.6.1934 wurde der DJK-Reichsführer Adalbert Probst von den Nazis ermordet. Geistliche und Laien wurden ins KZ gebracht oder eingekerkert, das Vereinseigentum wurde beschlagnahmt und schließlich der Verband zwangsweise aufgelöst.

Der DJK-Geist war aber auch in den schweren Jahren des 2. Weltkrieges lebendig geblieben, und so wurde nach dessen Beendigung der Ruf nach einer Neugründung immer stärker. Am 3.8.1947 wurde unter Vorsitz des Prälaten Ludwig Wolker in Düsseldorf die DJK-Arbeitsgemeinschaft des Bundesgebietes als Nachfolger des DJK-Reichsverbandes gegründet. Nun entstanden wieder überall neue DJK-Vereine.

Am 7.März 1948 lebte auch in Styrum die DJK-Styrum 06 mit 46 Mitgliedern wieder neu auf. Am Jahresende waren es bereits wieder 150, davon 100 Aktive in Handball, Turnen und Leichtathletik. 1951 wurde eine Tischtennis-Abteilung gegründet, der bereits nach dem ersten Spieljahr 1952 der Aufstieg in die Kreisklasse gelang. Ab 1953 stellten sich auch nach und nach wieder Erfolge bei den Leichtathletik-Wettkämpfen ein. 1956 konnte in einer Festwoche vom 2.6.-11.6. das 50-jährige Jubiläum mit großem Programm gefeiert werden. In den 60er Jahren gibt es kaum erwähnenswerte sportliche Leistungen. Der Verein musste in dieser Zeit einen Tiefgang überwinden, der bis an die Existenzgrenze reichte. Erst die 70er Jahre brachten einen langsamen, aber sicheren Aufwärtstrend. Die Mitgliederzahlen stiegen und es stellten sich wieder mehr und mehr sportliche Erfolge ein. Als 1981 das 75-jährige Jubiläum gefeiert werden konnte, hatte der Verein bereits wieder 441 Mitglieder.

Heute zählt die DJK zu den mitgliederstärksten Vereinen unserer Pfarrgemeinde. Schon längst ist sie kein reiner Männerverein mehr und auch katholisch zu sein ist keine Aufnahmebedingung mehr, aber christliche Grundsätze und Ziele sind immer noch fest in der Satzung verankert. Neben dem Sport ist es die Gemeinschaft, Kameradschaft und Treue, die hier in langer Tradition ihren Platz hat.
Für unsere Pfarrgemeinde war die DJK eine unentbehrliche Gruppe, als es z. B. um die Mitarbeit bei Gemeindefesten oder bei den Karnevalsveranstaltungen ging. Der Umbau der Union in den 70er Jahren, mit zahlreichen Nachbesserungen bis heute, wäre ohne die Hilfe der DJK nicht denkbar gewesen. Auch die Kupferleuchten in der Kirche sind im Zuge der Renovierung 1989 von Mitgliedern der DJK angefertigt und gestiftet worden.