Türeni

Gemeinsam anders – anders gemeinsam,

dieser vor Jahren anlässlich der Gründung der Pfarrei St. Barbara in Mülheim- Dümpten als Leitmotiv für Fotografien verschiedener Kirchentüren gewählte Titel könnte heute wieder aktueller gar nicht sein.

Und es stellt sich - heute bezogen auf die Flüchtlinge vor unseren Stadttoren - die Frage, wer hat den Mut, Türen zu verschließen (der werfe dann auch gleich den ersten Stein….) und wer ist bereit, Türen zu öffnen (denn was ihr dem Geringsten meiner Schwestern und Brüder tut…)

Diese kleine Einführung in den Islam und die möglichen Probleme im Zusammenleben mit den Muslimen unter den Flüchtlingen richtet sich an alle diejenigen, die sich bisher noch nicht intensiver mit diesem Gesamtkomplex befassen konnten und sich im Rahmen einer ersten, schnellen Lektüre einen grundlegenden Überblick aneignen wollen. Außerdem will diese Information Anhaltspunkte für konkrete Wege aus der vermeintlichen Machtlosigkeit im Umgang mit dem Islam anbieten. Nicht die törichte Beschönigung realer Risiken, sondern der ´andere Blick´ auf das Gesamtthema macht den Unterschied.

 

Gemeinsam anders – anders gemeinsam.

Eine Einführung in das aktuelle Thema der vor uns liegenden anspruchsvollen Aufgaben im Zusammenhang mit der unbedingt notwendigen Integration der Muslime unter den Flüchtlingen.

  

Inhaltsverzeichnis               

Vorwort                                                                                                                  Seite               2

Kapitel 1

Kleine Einführung in die ganz und gar nicht homogene Welt der Muslime        Seite               2

Kapital 2

Ein Blick auf Deutschland. Die salafistische Bewegung ist sehr heterogen         Seite               6

Kapitel 3

Die Kehrseite der Medaille oder der Perspektivenwechsel                                  Seite               10

Kapitel 4

„Salafisten auf Rekrutierungstour unter Flüchtlingen“                                        Seite               15

Kapital 5

Zusammenfassung und ansatzweise auch finanzieller Ausblick                         Seite   18

 

Hauptquellen                                                                                                        Seite               20

 

                       

 

Vorwort

Gemeinsam anders – anders gemeinsam,

dieser vor Jahren anlässlich der Gründung der Pfarrei St. Barbara in Mülheim- Dümpten als Leitmotiv für Fotografien verschiedener Kirchentüren gewählte Titel könnte heute wieder aktueller gar nicht sein.

Und es stellt sich - heute bezogen auf die Flüchtlinge vor unseren Stadttoren - die Frage, wer hat den Mut, Türen zu verschließen (der werfe dann auch gleich den ersten Stein….) und wer ist bereit, Türen zu öffnen (denn was ihr dem Geringsten meiner Schwestern und Brüder tut…)

Diese kleine Einführung in den Islam und die möglichen Probleme im Zusammenleben mit den Muslimen unter den Flüchtlingen richtet sich an alle diejenigen, die sich bisher noch nicht intensiver mit diesem Gesamtkomplex befassen konnten und sich im Rahmen einer ersten, schnellen Lektüre einen grundlegenden Überblick aneignen wollen. Außerdem will diese Information Anhaltspunkte für konkrete Wege aus der vermeintlichen Machtlosigkeit im Umgang mit dem Islam anbieten. Nicht die törichte Beschönigung realer Risiken, sondern der ´andere Blick´ auf das Gesamtthema macht den Unterschied.

Kapitel 1

Kleine Einführung in die ganz und gar nicht homogene Welt der Muslime

(Süddeutsche Zeitung, 16.Juni 2014)

Die muslimische Welt kennt verschiedene Glaubensrichtungen. Die größten Gruppen sind die Sunniten und Schiiten, die sich immer wieder heftig bekämpfen.

Sunniten              = 90 % aller Muslime weltweit

Schiiten               92 % aller Muslime im Iran

35-50 % aller Muslime im Libanon

17 %       aller Muslime in Syrien

10 %      aller Muslime in Saudi Arabien

66%       aller Muslime im Irak

Die Schiiten sehen sich in der direkten Nachfolge des Propheten Mohammet (Cousin und Schwiegersohn), die Sunniten leiten sich dagegen lediglich aus dem Stamme Mohammets ab (Mohammet-Vertraute).

Die Schiiten

Langjährige Wirtschafts- und Wissenschaftskontakte zu durchaus aufgeschlossenen Gesellschaften haben Teilen der schiitischen Bevölkerung einen eher gemäßigten Islam gebracht.

Presse, TV und Internetforen machen deutlich, dass

-     auch Frauen (oft ohne Schleier/Kopftuch) im Straßenbild ihren Platz haben,

-     einzelne, mutige und gebildete Frauen sich durchaus für Frauenrechte einsetzen,

-     Universitäten und Studenten ein gemischtes und nicht ausschließlich islamistisch gefärbtes Weltbild haben und damit auch Wissenschaft und Fortschritt nicht ausgeschlossen sind.

Damit entsprechen die Schiiten natürlich in keiner Weise den Vorstellungen der wahhabitisch (siehe nächste Seite) beeinflussten Sunniten – im Gegenteil, sie müssen zum wahren Glauben bekehrt und am eigenständigen Denken ausdrücklich gehindert oder aber vernichtet werden.

Im Gegensatz zu den sunnitischen Juristen, die sich nachhaltig uninnovatorisch und obrigkeitshörig zeigten, behielten die schiitischen Juristen ihr Prinzip der freien Rechtsfindung bei und waren darin stets beweglich. Da sie dem Staat bereits in den vergangenen Jahrhunderten eher ablehnend gegenüberstanden, konnten sie ungehindert den Glauben leben (s.a. Küng u.a. `Christentum und Weltreligionen´, 1984).

Und richtig, da gab es auch den unsäglichen Ajatollah Chomeini und den bis zum 03.08.2013 im Iran wütenden ebenso gefährlichen Mahmoud Ahmadinedschad.

Aber hat oder hatte nicht jede Gesellschaft von Zeit zu Zeit einen verbrecherischen Despoten zum Herrscher? Immerhin, der Iran zeigt, dass insbesondere in den Großstädten Teile der Bevölkerung klug und mutig und zunehmend erfolgreich agieren. Und gerade auch im Irak erleben wir täglich, dass Menschen für Ihre muslimischen Werte in den Tod gehen.

Aber auch innerhalb der schiitischen Volksgemeinschaften gibt es eher Heterogenität als Homogenität. Vorsicht ist deshalb auch hier zunächst allemal geboten.

Die Sunniten

Im Gegensatz zu den eher der Welt zugewandten schiitischen Strömungen handelt es sich hierbei um eine nach innen gerichtete und ausschließlich auf das Wort des Propheten bzw. den Koran gerichtete Religion. Die zur damaligen Zeit vielleicht durchaus an der einen oder anderen Stelle angebrachte und auch im sogenannten Abendland verbreitete kriegerische Grundeinstellung Mohammets (bekehre oder versklave und vernichte) hat sich bis heute kaum verändert. Der Koran lässt hier bekanntlich an zahlreichen Stellen keinen Zweifel an den Zielen des Islam. Eine Welt unter der Scharia (islamisches „Gottesgesetz“) duldet keine Verfassung, kein Grundgesetz und überhaupt keine von weltlichen Gesetzen geprägte Demokratie. Es gilt stets allein das geschriebene Wort in Verbindung mit den überlieferten Verhaltensweisen, Zitaten und Werken des Propheten.

Allerdings sind sogenannte Rechtsgutachten (Fatwa) in Zweifelsfällen möglich und können von jedem Muslim bei Bedarf angefordert werden. Da auch sie nur Richtungshypothesen sein können, sind sie bei Nichtgefallen allerdings nicht verbindlich – Umtausch nicht ausgeschlossen.

Ansonsten hat allein Gott das Recht, Gesetze zu erlassen (tauhid al-uluhiyya). Dies gilt sowohl für die persönliche Lebensführung als auch für Staat und Gesellschaft.

Insofern verletzt automatisch den Tauhid, wer die Demokratie mit ihrer Legislative und Judikative akzeptiert.

Wahhabiten

  • Sie leben und lehren –unter der Scharia- die buchstabengetreue Interpretation des Korans (sunna). Es gibt genaue Anweisungen hinsichtlich religiöser Erziehung, Gebet, Kleidung, Bart usw. Ursprünge - besonders stark und richtungsgebend- vor allen Dingen in Saud Arabien. Dabei zeigt gerade Saudi Arabien, wie inkonsequent die Eliten zum Koran stehen. Kaum aus dem Land, weicht der Schleier dem Minirock, das Wasser dem Alkohol und der Koran dem Reiseprospekt in die verachtete westliche Welt.

Salafisten

Nach Angaben des BfV hat sich die Zahl der Salafisten in Deutschland erneut erhöht. Die Verfassungsschützer rechnen der Szene nun knapp 8.000 Personen zu. Dabei waren es noch 2011 gerade erst knapp 4.000.

o  Puristische Salafisten (weitgehend deckungsgleich mit Wahhabiten) Sie lehnen politische Aktivitäten und Gewalt bei der Missionierung ausdrücklich ab; werden deshalb von den nachstehenden Gruppierungen als inkonsequent und teilweise inakzeptabel bezeichnet. Gerade auch aufgrund der Lebensführung der Eliten in Saudi Arabien bildeten sich daraus die…

o  Politischen Salafisten (aktivistisch, aber eher friedlich). Puristen haben unter der Unterdrückung ihrer Regierungen (Ägypten unter Nasser, Saudi- Arabien unter dem Königshaus) gelitten. Entsetzte Reaktionen, als wahabitische Gelehrte eine Fatwa erließen, die eine Zusammenarbeit mit den USA billigte. Im Ergebnis kam es zur Abspaltung der politischen von den puristischen Salafisten. Politische Salafisten sind hinsichtlich Einstellung und ihrer Veröffentlichungen mit unserem abendländischen Verständnis einer freiheitlichen Grundordnung nicht vereinbar.

o  Dschihadistische Salafisten (u.a. Dschihad gegen die Ungläubigen und alle unislamischen Regierungen). Die Grenzen zwischen politischen und dschihadistischen Salafisten verwischen zunehmend. Der Heilige Krieg wird als lange vergessene Pflicht angesehen. So gehören zum Beispiel alle jemals von Muslimen besetzten Gebiete ausdrücklich den Muslimen und müssen zurück erobert werden. Vergessen wir hier nicht, dass dies mitten in Europa auch halb Spanien betrifft. Faktisch dürften sogar z.B. Berlin-Kreuzberg oder etwa die Mülheimer Eppinghofer Straße Begehrlichkeiten wecken…..

Gemeinsam mit den Muslimbrüdern (denen übrigens Erdogans Türkei bekanntlich sehr nahe steht) sind Anhänger der dschihadistischen Salafisten, zum Teil in ihren eigenen Heimatstaaten unerwünscht bzw. verfolgt, in den 80ger Jahren nach Afghanistan gezogen.

Al-Qaida

Entstanden aus ägyptischen Dschihadisten, die weniger von der Wahabiya als vielmehr vom militanten Flügel der ägyptischen Muslimbruderschaft (siehe nächste Seite) geprägt waren. Zur deren ´Gruppe der Saudi-Araber´ gehörte ein junger Mann aus vermögendem Hause, der die Besetzer der Großen Moschee in Mekka 1979 als einzig wahre Muslime und deren Hinrichtung durch das Königshaus als Mord einstufte: Osama bin Laden, auf den hier mit Blick auf 9/11 und viele andere Terroranschläge nur mit einem einzigen stellvertretenden Zitat eingegangen werden soll:

„How to make a bomb in the kitchen of your mom“

Die Bedeutung des Internet darf hier gerade hinsichtlich der militanten Gruppierungen keinesfalls außer Acht gelassen werden!

Auszug aus dem Glaubensbekenntnis der Muslimbrüder

…Ich verpflichte mich, alles mir Mögliche in diesem Sinne zu tun, den Mitgliedern meiner Familie die islamische Lehre einzupflanzen, meine Kinder nicht in eine beliebige Schule zu senden, die sie nicht die Sitten und den Glauben der Muslime lehrt…

…Ich glaube,….und die islamische Gesetzgebung wiederherstellt…

…Ich glaube an die Fahne des Islam, die die Menschheit beherrschen soll… ich gelobe, mein Leben lang zu kämpfen, um diese Mission zu erfüllen…. ein Soldat in ihrem Dienst zu sein und nötigenfalls für sie zu sterben….

Kapitel 2

Ein Blick auf Deutschland. Die salafistische Bewegung ist sehr heterogen

Aber die Grenzen sind durchlässiger, als die Ansichten, Streitereien und Anfeindungen ihrer Führer untereinander Glauben machen könnten.

Wer heute Predigten von Abdul Adhim, Muhamed Ciftci oder Hassan Dabbagh hört, sieht sich morgen einen You Tube Clip von Ibrahim Abou-Nagie oder Pierre Vogel bei Facebook an. Auf einer Benefizveranstaltung der nicht zum dschihadistischen Spektrum gehörenden Gruppe Anaar International entdeckte man im Computer des salafistischen DJs durchaus auch Kampfgesänge des Terror-Propagandisten Denis Cuspert, ohne dass dies irgendjemanden der Anwesenden gestört hätte.

Und da allein Gott (Allah) Gesetze machen darf, sind diese Führer oft nicht mehr als Sprecher und Lehrer ihrer Gemeinden und Anhänger, genießen aber darüber hinaus - besonders untereinander- oft kaum Autorität. Verbindliche Absprachen lassen sich deshalb auch mit überregional bekannten Predigern kaum treffen. Die Sprecher der Muslimverbände (z.B. der von der türkischen Regierungsbehörde gesteuerte konservative und säkular ausgerichtete islamische Verband Ditib e.V., der mit der Faith Moschee auch eine große Moschee in der Sandstraße in Mülheim- Eppinghofen unterhält) verheddern sich bei den Bemühungen, für weitere Kreise ihrer Glaubensgenossen zu sprechen und zeigen sich in der Regel rechtfertigend, relativierend und inkonsequent. Sie verdrängen völlig, dass sich, so eine aktuelle Umfrage, mehr als die Hälfte der Bundesbürger vom Islam bedroht fühlt und gar mehr als 60% finden, der Islam passe nicht in die westliche Welt. Die Tatsache, dass z.B. die Türkei in weiten Teilen des Landes bewusst nur solche Imame einsetzt die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, spricht für sich.

Der bekannte Politologe Hamed Abdel-Samad macht da übrigens eine Ausnahme und bringt es auf den Punkt (Frank Plasbergs „Hart aber fair“, 28.09.2015; Fokus Online, 29.09.; 09:28) :

´Kalifat und Dschihad werden noch immer gepredigt´.

Die Ängste der Deutschen hätten einen realen Hintergrund, urteilte der Sohn eines ägyptischen Imams und Autor eines kritischen Buchs über Mohammed. Er fordert Muslime auf, sich von den „Zwängen der Tradition“ zu befreien. Auch sei mit der Idee des Dschihad nie abgeschlossen worden und auch die Idee des Kalifats wird weiterhin gepredigt.

Ganz interessant, sich in diesem Zusammenhang einmal die Homepage des Hasspredigers Pierre Vogel anzusehen:

Pierre Vogel war früher Boxer, Halbschwergewicht. Es heißt, er habe viel besser als andere sehen können: Wann muss ich zuschlagen, wann die Deckung wieder hochnehmen?

Heute ist Vogel einer der lautesten und einflussreichsten Salafisten-Hetzer in Deutschland. Er spielt jetzt geschickt mit den Gefühlen junger Menschen, und er weiß immer noch sehr genau, wann er zuschlagen muss. (Spiegel Online, Jörg Diehl)

o  Salafisten wollen auch in Deutschland einen islamischen Staat errichten, Ihre Hochburgen sind nach wie vor Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hessen, so Hans-Georg Maaßen, Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz kürzlich.

https://www.facebook.com/PierreVogelOffiziell?fref=nf

 

Was macht den Islam bei unseren Jugendlichen so attraktiv?

(und weshalb sind besonders unausgebildete, sozial benachteiligte Gruppierungen anfällig?)

Strenge Moralvorstellungen können bei Orientierungsproblemen hilfreich sein. Gerade Jugendliche suchen verlässliche Leitung. Der Islam stellt seine Ansprüche nicht zur Diskussion- er darf nicht hinterfragt, schon gar nicht in Frage gestellt werden- sondern fordert sie ein. Eine ganz klare schwarz/weiß- Sichtweise, keine Graustufen, da ist auch kein Intellekt, kein eigenständiges Denken notwendig oder zulässig und macht „Entscheidungen“ simpel. Der fromme Muslim ist kein Individuum sondern stellt das Wohl der Gemeinschaft der Gläubigen (der umma) über alle persönlichen Freiheiten.

Der angestrebte Herrschaftsanspruch des Islam in der Welt ist unhinterfragt gut für die gesamte Menschheit.

Zweifellos Ambrosia für schlichte Gemüter.

 

Weshalb passt der Islam nicht zu unserem Staatssystem ?

Artikel 20 unseres Grundgesetzes stellt auf Demokratie, Rechtsstaat und Sozialstaat ab. Dabei gibt der Rechtsstaat ausdrücklich Gleichheit, Verhältnismäßigkeit und nicht zuletzt Gewaltenteilung vor (Art. 20; Abs. 3 GG und Art. 79, Abs. 3 GG).

Der hohe Stellenwert im gesamten europäischen Raum zeigt sich im internationalen Pakt zum Schutz der Grundrechte der Europäischen Menschenrechtskommission (EMRK) mit der Europäischen Grundrechtscharta. Hier sind die Grundrechte auf EU-Ebene mit Orientierung an der EMRK formuliert (vgl. Vertrag von Lissabon). Auf die konsequente Ausrichtung der amerikanischen Verfassung auf die Würde und die Grundrechte des Menschen muss hier sicher nicht weiter eingegangen werden.

Unschwer ist erkennbar, dass ein ausschließlich auf die angeblichen Gesetze Gottes abgestelltes und nicht interpretierbares oder gar der aktuellen Lebens- und Gesellschaftssituation anpassbares Recht (Scharia) sich damit nicht verträgt. Gewaltenteilung, also Übertragung von diesbezüglichen Kompetenzen auf ein gewähltes, weltliches und politisches Gremium ist undenkbar. Richtig verstandene Demokratie bedarf der im Islam ausdrücklich untersagten eigenen (auch religiösen) Meinungsbildung und deren Kommunikation. Auch die Rolle der Frau im Islam ist mit unserem Gleichheitsgebot völlig unvereinbar und bedarf keiner weiteren Kommentierung. Und Religionsfreiheit – ein für gläubige Muslime undenkbarer Wert.

Lediglich den Gedanken des Sozialstaates trägt der Islam deutlich ausgeprägt mit. Aber das ist natürlich viel zu wenig an Gemeinsamkeiten oder auch nur einer gemeinsamen Diskussionsbasis.

Die Zerstörung unserer Verfassungsgrundlage und die Gültigkeit allein der Scharia (mit ihren häufig ´mittelalterlichen Strafen´) ist erklärtes Ziel zumindest der dschihadistischen Salafisten. Viel zu lange wurden die angebliche Dekadenz, die Ungläubigkeit und die allgemeine Sündhaftigkeit toleriert, der Heilige Krieg als Pflicht für die Muslime vergessen. Noch gehen politische Salafisten nicht ganz so weit und sehen es deshalb zunächst einmal als erstes Ziel an, freiwillig in der sündigen Welt der Ungläubigen lebenden Muslime anderer Gruppierungen in ihrem Sinne zu missionieren und so zum wahren Islam und zum wahren Glauben zurück zu führen. Und so ist ein künftiger Bürgerkrieg der muslimischen Gruppierungen vor unseren Türen nicht ausgeschlossen und wäre zudem sicher nur der erste Schritt in einer derzeit aus politischen Gründen noch ein Stück weit gegenüber Nichtmuslimen zurückhaltenden Agenda.

Durch die massive Zuwanderung unterschiedlicher islamischer Strömungen werden die bisher in allen Bereichen dominierenden oft Erdogan und damit der Muslimbruderschaft nahestehenden türkischen Migranten massiv an Einfluss verlieren und ihre heute mangels Alternativen noch von einer breiten Schicht an Muslimen genutzten Moscheen teilweise verweist sehen. Diese voraussichtliche Entwicklung birgt zweifellos zusätzliches Risikopotenzial. Vergessen wir nicht, es kommen in diesen Tagen vor allen Dingen in ihrer Heimat von den Sunniten (IS) Verfolgte und Vertriebene zu uns und treffen hier auf genau die Gruppierungen, die für die Massaker in ihrer Heimat verantwortlich sind oder diesen zumindest nahestehen. Konkrete Anzeichen dieses zusätzlichen Spannungsfeldes zeigten sich inzwischen bereits im Zusammenhang mit massiven Gewaltandrohungen türkischer Gruppierungen im Netz gegen den „dm“- Markt. So musste der Drogeriemarkt Mitte Oktober 2015 eine Spendenaktion zugunsten einer kurdischen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen (Troisdorf) absagen, bei der es ausschließlich um die Finanzierung von Deutschunterricht für Flüchtlinge ging (u.a. WAZ vom 14.10.2015). Es treten eben auch die Kurden aus Sicht türkischer Gruppierungen in Konkurrenz um die ´muslimische Dominanz´ in der Bundesrepublik.

Das Ausmaß, in dem eine christenfeindliche Mentalität die türkische Gesellschaft noch immer beeinflusst, zeigt sich deutlich in den Ergebnissen einer von der EU finanzierten öffentlichen Meinungsumfrage schon aus dem Jahre 2008, deren Ergebnisse mit allerdings eher noch zunehmender Tendenz auch aktuell so fortgeschrieben werden könnten.

  • ein Drittel der türkischen Muslime akzeptiert keine christlichen Nachbarn,
  • über 50 % sind der Überzeugung, Christen dürften nicht in öffentlichen Druckmedien oder bei Versammlungen ihre religiösen Ansichten vertreten,
  • ebenfalls über 50 % sind strikt dagegen, dass Christen in der Armee, in Sicherheitsdiensten, bei der Polizei, in Parteien oder in den Gesundheitsdiensten tätig sein dürfen.

Straftaten gegen Christen werden oft nur halbherzig der gar nicht verfolgt, kommen aber sehr regelmäßig vor. (Da Meldungen solcher Vorkommnisse oft erst lange nach dem konkreten Vorfall und zudem nach eingehender Recherche durch die jeweiligen Menschenrechtsorganisationen freigegeben werden, sind belastbare aktuelle Anlässe derzeit noch kaum frei verfügbar):

2006               Erschießung von Pfarrer Andrea Santoro

2006               Überfälle auf 3 weitere bekannte katholische Priester

2007               Ermordung des protestantischen Menschenrechtsaktivisten Hrant Dink

2007               abscheuliche Morde an drei protestantischen Missionaren

2009               Enthüllung eines Rahmenkonzeptes ultra-nationalistischer Kreise mit dem Ziel, die Türkei durch Angriffe auf nichtislamische Ziele zu destabilisieren

Cem Özdemir bedauerte z.B. in einer Besprechung im Spiegel vor Jahren bereits den

Umstand, dass Christen und Juden in dem Film „Tal der Wölfe“ als widerwärtige,

verschwörerische heilige Krieger dargestellt wurden…

 

Kapitel 3

 

Die Kehrseite der Medaille oder der Perspektivenwechsel

Die Unfähigkeit, die Perspektive zu wechseln, wird psychiatrisch als WAHN definiert.

Der wahnkranke kann die ganze Welt nur unter dem beherrschenden Gesichtspunkt sehen, dass zum Beispiel die Nachbarin ihn ständig mit Laserstrahlen quält. Davon ist er mit keinem vernünftigen Argument abzubringen.

Auch Ideologien haben oft etwas Wahnähnliches an sich. Auch sie sehen die Welt ausschließlich aus einer bestimmten Perspektive.

Aber gerade die Möglichkeit zum Perspektivenwechsel zeichnet den freiheitlichen, eigenbestimmten Menschen aus. Sich in verschiedene Lebensentwürfe hineindenken zu können, gleiche Strömungen aus unterschiedlicher Perspektive betrachten zu können, sind der Königsweg aus der Einbahnstraße des Wahns.

Und manchmal hilft es schon, sich nach dem berühmten Psychotherapeuten Paul Watzlawick zu fragen:

„ Was ist das Gute am Schlechten ?“

Und so könnte in Form einer überraschenden Intervention zum Beispiel eine Frage lauten, was konkret passieren müsste, damit jemand, der dem Flüchtlingsthema noch sehr verunsichert oder ablehnend gegenübersteht, sich künftig aktiv einbringt.

 

Was heißt das für unseren Blick auf die aktuelle Flüchtlingssituation ?

Es sind doch immer nur die Muslime, die uns Christen überall in der Welt, mehr als jemals zuvor in der Geschichte, verfolgen, foltern und töten.

o  Schon mal zum Beispiel nach Eritea oder Mittelamerika geschaut? Dort sind es gerade Christen, die andere Christen grausam foltern und umbringen. Oft ist es eben nicht allein der Glaube, sondern auch eine bestimmte Gruppen- oder Stammeszugehörigkeit, eine bestimmte Kultur oder es sind schlichtweg wirtschaftliche, oft kriminelle Interessen, die hier für die Massaker verantwortlich sind.

Wir erwarten 75-80% alleinstehende, junge, nach unseren Maßstäben überwiegend nicht ansatzweise ausgebildete Männer (Islam, Testosteron, fehlende Ausbildung, zunehmender Frust, gänzlich fehlende Deutschkenntnisse).

o  Stellen wir uns einmal vor, wir schickten unsere Söhne oder unsere jungen Ehemänner und Väter in eine weitgehend unbekannte Welt, um zunächst stellvertretend für die übrige Familie die Lage zu sondieren, vielleicht erste Wurzeln zu schlagen und erste Eindrücke von Sprache und Arbeitsmarkt zu gewinnen. Wieviel Angst und begründete Sorge haben die vorerst Daheimgebliebenen (bekanntlich lauert der Tod nicht nur auf dem Mittelmeer) aber wieviel müssen erst die jungen Männer bei uns um ihre Familien in den Hunger-, Durst- und Terrorregionen haben. Würden wir nicht auch wollen, dass man unseren jungen Männern unter vergleichbaren Verhältnissen zumindest erst einmal eine faire Chance und etwas persönliche Geborgenheit böte ? Und nicht zuletzt benötigen diese jungen Männer zunächst einmal Sozialleistungen nur für sich persönlich. Ganz ehrlich: das kennen wir auch ganz anders.

Bald bilden nur noch Moscheen und Minarette unser Stadtbild.

o  Haben wir es nicht selbst in der Hand, wer oder was unser Stadtbild prägt? Wenn wir unseren christlichen Glauben offen leben, wenn wir uns nicht leichtfertig oder unbedacht, oder natürlich durchaus auch in teilweise begründeter Wut auf die sogenannte ´Amtskirche´ von den christlichen Kirchen abwenden, wenn wir nicht mehr den Mut zu Kreuzen im Kindergarten oder im Klassenzimmer, zu Glaubensthemen im TV oder zum Bekenntnis zu unseren Glauben im Freundeskreis haben, ja, dann haben wir in der Tat schon verloren. Aber es liegt ganz allein an uns; denn wir sind und bleiben die große Mehrheit der Bevölkerung.

Machen wir unsere Kirchen voll, dann brauchen wir keine Angst vor vollen Moscheen zu haben (nach Margot Käßmann). Und wenn wir das nicht schaffen oder gar wollen: Dürfen wir – mit Blick auf den rapiden Abschmelzungsprozess bei den Christen- die Mehrung unserer Ethik allein den Sportverbänden (der deutsche Fußballbund und besonders die Fifa leben hoch!) oder gar den in der Regel konsequent atheistischen Philosophen überlassen und uns damit auf ausschließlich weltliche Standbeine verlassen? Denn wie schon in der Antike gilt auch heute noch, wer nichts mehr glaubt, glaubt alles. Sokrates würde über machen aktuellen Stammtischspruch nur ironisch lächeln, Luther würde zornesrot im Gesicht.

Die Christen nahmen für ihre Definition der Seele bewusst nicht den weltlich denkenden Platon sondern seinen Schüler und Widerpart Aristoteles in Anspruch (Konzil von Vienne 1311-1312). Die Seele ist ´forma corporis´- formende Kraft des Körpers und nicht allein abstrakt. Weshalb sollten wir ungeprüft unterstellen, dass Muslime keine Seele haben und insofern keinerlei Werte weitergeben können oder wollen, zu denen auch wir uns zu bekennen in der Lage sehen?

Es kommt zu Problemen mit unseren Frauen bzw. unseren Wertevorstellungen vom Umgang der Geschlechter untereinander bzw. hinsichtlich gleich-geschlechtlichen Paare (siehe hierzu auch das brandaktuelle Buch der Bochumer Polizistin Tania Kambouri „Deutschland im Blaulicht“, in dem die unerträgliche Einstellung vieler muslimischer Männer gegenüber Frauen auf den Punkt gebracht wird).

o  Unsere Werte, unser Frauenbild…… all das lässt sich recht leicht verteidigen, wenn unsere Politiker und Ordnungskräfte den Schutz der Verfassung ernst nehmen (was wir durch unser Wahlverhalten sehr spürbar beeinflussen können) und wenn wir selbst mutig Missstände aufzeigen, ohne Vorverurteilung und ohne jede Polemik. Aber ganz sicher: Der Stammtisch ist hier in der Regel nicht die richtige Bühne. Und Manches an dem heute teilweise schiefen bis unerträglichen Frauenbild der Muslime in Deutschland kann sich durch offenere Gruppierungen unter den Flüchtlingen durchaus relativieren bzw. verbessern. Ich kenne übrigens unter türkischen Muslimen einige ausgesprochen positive Beispiele sowohl was das Frauenbild als auch die Einstellung zu unserer Kultur angeht.

Die Dschihadisten finden einen Goldfischteich an frustrierten Muslimen zur Unterstützung ihrer Ziele bei uns vor.

o  Auch, ob die Dschihadisten den erwähnten Goldfischteich tatsächlich vorfinden oder anlegen können, hängt sehr stark von uns selbst ab. Wenn wir helfen, Einsamkeit, Frust, Heimweh und den latenten Mangel an allen möglichen Dingen des täglichen Bedarfs zu lindern, nehmen wir damit gleichzeitig auch den falschen Propheten den Wind aus den Segeln. Das kennen wir doch alles irgendwie aus unserer eigenen braunen Vergangenheit.

 

Bald sind erste Stadtparlamente fest in der Hand der Muslime (Duisburg-Marxloh und Co).

o  Zunächst einmal entspricht das doch genau unserem Verständnis von Demokratie, wenn möglichst alle Volksgruppen in den Parlamenten angemessen vertreten sind. Und auch hier gilt, je aktiver wir uns selbst einbringen, umso deutlicher werden unsere eigenen Interessen vertreten sein. Die aktuellen Bürgermeisterwahlen haben zudem gezeigt, dass die ohnehin bedrohliche Wahlbeteiligung (das sind wir !) in stark von Migranten bewohnten Stadtteilen nochmal auffällig schwächer ist. Und nach dem Motto „ mitten im Leben statt irgendwo am Rande“ gilt, dass die durch unsere Institutionen und uns selbst künftig zu vermeidende Ghettobildung nicht nur Integration wesentlich erleichtert sondern eben auch regionale Schwerpunkte bei Wahlen zu vermeiden hilft. Also: Wo liegt das Problem wirklich?

Die nehmen uns unseren hart erarbeiteten Wohlstand.

o  Hier wage ich durchaus die Aussage, dass ganz bestimmt nicht alle „Deutschen“ am sogenannten Wohlstand in ausreichender Form mitgearbeitet haben. (Und ich meine hier selbstverständlich nicht diejenigen, die unverschuldet in eine Notlage geraten und z.B. krank oder arbeitslos geworden sind). Aber aus genau dem sozialen Umfeld der eingangs Genannten kommen oft die unsubstantiiertesten Klagen. Wir dagegen sollten nicht unser christliches Verständnis von Teilhabe aus den Augen verlieren. Und wie sind wir nicht damals den (übrigens oft auch politisch verfolgten) osteuropäischen, besonders auch den polnischen Einwanderern und den Bürgern der ehemaligen DDR entgegengekommen. Schon das haben wir gestemmt. Nun kann man aber natürlich auch erwarten, dass gerade diese Gruppen sich bei den notwendigen Hilfsaktionen ein Stück weit hervortun.

Ein Bürgerkrieg zwischen gemäßigten, toleranten Muslimen, Schiiten und auf der anderen Seite politischen oder gar dschihadistischen Salafisten vor unsere Haustür ist keine abwegige Perspektive für die kommenden Jahre.

o  Den Bürgerkrieg haben wir in sogenannten No-go-Zonen bereits. In ihrer Mittwochsausgabe vom 01.10. 2015 berichtet die WAZ, basierend auf zuverlässigen polizeilichen Quellen, dass allein in Duisburg-Marxloh zwei Großfamilien sich den Stadtteil nach Mafiamanier aufteilen, sich untereinander aber auch mit der Polizei, teils unter schweren Waffen, regelrechte Straßenschlachten liefern und letztlich keinen wesentlichen kriminellen Bereich (schwere Körperverletzung, Raub, Prostitution, Drogengeschäfte usw.) auslassen. Vergleichbare Verhältnisse gibt es bereits an mehreren Schwerpunkten im Ruhrgebiet, allgemein bekannt auch die Situation im Dortmunder Norden. Auch hier gibt das Buch der Bochumer Polizistin Tania Kambouri „Deutschland im Blaulicht“ Diskussionsstoff. Aber mal ehrlich, manche kopfrasierte, eiweissbemuskelte Polizisten benehmen sich recht unangemessen schon uns gegenüber. Wie muss das erst auf „Ausländer“ wirken ? Der Südosten der Republik hat hier ja bekanntlich erschreckende Beispiele geliefert. Ach, und übrigens…. Neben Palästinensern sind regelmäßig auch Roma und Sinti an den Straßenschlachten beteiligt,….und das sind doch wohl eher Christen als Muslime. Aber aus der Gruppe der aktuellen Flüchtlinge ist dort bislang niemand gesehen worden.

Aber es gibt halt leider sogenannte Killerargumente! Was kann man gegen das Bürgerkriegsgespenst schon zur Beruhigung anführen? Vielleicht versuchen wir es auch hier einmal mit einem Perspektivenwechsel und bemühen nochmals Paul Watzlawick. Das Beispiel soll zeigen, dass Information in jeder Weise, gegenseitiges persönliches Kennenlernen ganz besonders aber auch die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen und zu steuern manchmal ganz hilfreich sind.

P. Watzlawicks berühmte Geschichte vom Hammer :

Ein Mann möchte ein Bild aufhängen und stellt fest, dass er über keinen Hammer verfügt. Da überlegt er, ob er nicht den Nachbarn nach dem Hammer fragen soll. Doch dieser merkwürdige Mensch ist immer so einsilbig, möglicherweise hochnäsig, arrogant, egoistisch, vielleicht sogar ein so abgefeimter Charakter, dass er zwar einen Hammer besitzt, ihn aber nicht herausgibt. Unglaublich so etwas, eine Frechheit, eine bodenlose Unverschämtheit! Und so schellt er an der Tür des ihm völlig unbekannten Nachbarn und brüllt dem verblüfften Mann mit hochrotem Kopf ins Gesicht: Behalten Sie Ihren Hammer!

Ähnlichkeiten mit intellektuell eher schwach ausgestatteten, uninformierten, extrem leicht negativ beeinflussbaren sogenannten Wutbürgern sind hier nicht zufällig. Aber auf jeden Fall ein prima Beispiel, wie Hilfe und Integration zweifelsfrei misslingt.

Kapitel 4

„Salafisten auf Rekrutierungstour unter Flüchtlingen“.

Die konkrete Gefahr kritisch beobachten – aber auch auf einen Perspektivenwechsel einlassen

Politiker, Presse, Migrantenvertretungen, alle warnen vor der Gefahr, dass Salafisten nun im großen Stil Kämpfer für den Dschihad – auch bei uns- anwerben.

Gießener Anzeiger, 30.09.2015

Hessens Innenminister Beuth warnt, dass Salafisten versuchen, vereinzelt in Hessen Flüchtlinge anzuwerben. Dabei sei der Koran verteilt worden. Es dürfe nicht dazu kommen, dass extremistische Gruppen Not und Orientierungslosigkeit der Flüchtlinge ausnutzen, betonte der Minister. Der Verfassungsschutz befürchtet angesichts des Flüchtlingsandrangs einen starken Anstieg radikaler Islamisten in der Bundesrepublik.

Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV)

warnte jüngst, Islamisten in Deutschland versuchten unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe die Situation der Flüchtlinge gezielt für ihre Zwecke zu missbrauchen, Asylbewerber zu missionieren und zu rekrutieren. Vor allem jugendliche Flüchtlinge, die allein nach Deutschland gekommen seien, „können eine leichte Beute für Islamisten sein“. Dies sagt so auch die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. „Damit werben diese Personen gezielt für ein Klima des Hasses, der Intoleranz und der Gewalt“.

N 24

Nach Angaben des NRW- Verfassungsschutzes suchen exremistische Salafisten den Kontakt zu muslimischen Flüchtlingen. Dies soll nach Erkenntnissen meist durch getarnte Hilfsorganisationen erfolgen.

Die Welt 09.09.2015 (Stefan Laurin)

Kaum im sicheren Deutschland angekommen, geraten Flüchtlinge aus Syrien ins Visier von muslimischen Fanatikern. Der Salafisten-Prediger Pierre Vogel rät seinen Anhängern: “Bringt Geschenke mit!“ Da ist es schon bedenkenswert, dass Süleyman Beytekin, stellv. Vorsitzender des Ditip in Mülheim (Moschee an der Sandstraße) lt. WAZ vom 5.10.2015 sagt, dass man sich an der Arbeit mit den Flüchtlingen u.a. auch dadurch beteiligt hat, dass man den Flüchtlingen am Fünterweg Geschenke mitgebracht hat….. Wir würden doch eher erwarten, dass man Hilfsgüter, Kleiderspenden o.ä. mitgenommen hätte….

Der in Bergheim bei Köln lebende Pierre Vogel hat bereits eine Zusammenfassung von Ratschlägen und Anregungen als sogenannte To-do-Liste auf Facebook veröffentlicht, wie sich Salafisten optimal den Neuankömmlingen nähern können. Bildet Teams, macht Flüchtlingsunterkünfte in eurer Umgebung ausfindig und besucht sie. Bietet dem Personal der Unterkünfte eure Hilfe an, bringt Geschenke mit und sucht, wenn das alles nicht funktioniert, das Gespräch in den nahegelegenen Moscheen. Letzteres besonders auch, wenn ihr mit dem Personal in den Unterkünften nicht klar kommt. Man solle sich nicht entmutigen lassen. So komme man dann über die Religion gut ins Gespräch (vgl. auch The Huffington Post; Jan David Sutthoff).

Auf den ersten Blick wirkt das Engagement der Radikalen tatsächlich hilfsbereit. In Wahrheit aber sehen sie in den Flüchtlingen potenzielle Rekruten für ihren fanatischen Glauben. Und damit auch zukünftige Terroristen. „Salafisten treffen auf einen großen Pool an Menschen, aus dem sie rekrutieren können“, warnt der Islamwissenschaftler Thorsten G. Schneiders aus Duisburg.  

Erklärtes Ziel der Islamisten sei es, so ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, die Integration zu erschweren und die Flüchtlinge religiös zu radikalisieren. Und dies sei ein Massenphänomen. So sind sie in unserer Region offenbar bereits im Umfeld des Dortmunder Keunig-Hauses (Erstversorgung eines Großteils der in NRW ankommenden Flüchtlinge) sehr aktiv.

Erneuter Perspektivenwechsel

Nein, verharmlosen dürfen wir das Thema keinesfalls. Vielmehr müssen wir die Entwicklung aktiv beobachten, Auffälligkeiten den Behörden anzeigen und vor allen Dingen durch persönliche Nähe zu den Flüchtlingen mögliche Gefährdungssituationen bereits im Vorfeld so weit wie möglich ausschließen.

Um ein klares, den tatsächlichen Gegebenheiten angemessenes Bild der aktuellen Situation zu erhalten, sollten wir uns auf die Berichterstattung der seriösen Quellen (ARD, ZDF, kundige Politiker und üblicherweise vertrauenswürdige Pressemitteilungen) verlassen.

Gerade im Internet wird bekanntlich viel Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht. Und es sind nicht nur die unverbesserlichen Nazis, Pegida & Co. Auch andere, von Sensationssucht oder rein kommerziell getriebene Quellen gießen ungeschützt ihren Müll über uns aus. Lassen wir diesen Unrat an uns vorbeischwimmen !

Sehr hilfreich ist es hier, einmal die Seite

mimikama.at

im Internet aufzurufen. Sie stellt so manches klar, stößt so manches Lügengebilde um. Mimikama ist eine internationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch und zentrale Anlaufstelle für Internetuser, die verdächtige Inhalte melden möchten.

Und wir erinnern uns, der gerade verurteilte junge Hass- Salafist mit türkischen Wurzeln , Netiez S., der in den Krieg zog, weil er ein Held sein wollte und u.a. Videos von grausamen Hinrichtungen gepostet hatte, ist kein Flüchtling sondern hat einen deutschen Pass und kommt gar aus Mülheim an der Ruhr (WAZ 02.10.2015).

Nachfolgend beispielhaft einige der dreistesten Meldungen (Bericht von Tim Lokoschat, 02.10.2015)

Das Bild eines katastrophal verdreckten Tals, in dem angeblich zuvor Flüchtlinge campiert hatten, entpuppte sich bei der seriösen Recherche als eine illegale Mülldeponie in Ungarn anno 2012.

Auch der völlig verdreckte Hauptbahnhof München mit der Bildunterschrift „Was für eine kulturelle Bereicherung“ zeigt tatsächlich ein Bild nach einem Rockfestival in Osteuropa. Der gleiche Bahnhof wird auch als Hauptbahnhof Leipzig, Dresden, Hannover, Hamburg und Berlin ausgegeben.

Asylbewerber begehen massenweise Straftaten heißt es, aber lt. André Schulz, dem Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter treten 10 % von ihnen strafrechtlich in Erscheinung—und 90 % nicht. Bei den Tätern handelt es sich übrigens vor allem um Albaner, Kosovaren sowie Georgier, während Syrer sich praktisch überhaupt nichts zuschulden kommen ließen.

Und bis heute wurde noch kein einziger Kämpfer des islamischen Staates unter den Flüchtlingen identifiziert oder gar gefasst. Die zurzeit im Internet kursierenden Bilder von Barträgern, die die Flagge der Terroristen schwenken mit dem Untertitel „Flüchtlinge mit IS-Flagge greifen Polizisten an“ stammen von den Salafisten, die bereits 2012 in Solingen verhaftet worden sind.

 

Kapitel 5

Zusammenfassung und ansatzweise auch finanzieller Ausblick

Zusammenfassend wird man sicher sagen können, dass es unsinnig ist, einen Wahn hinsichtlich der Thematik zu entwickeln, einen Perspektivenwechsel also gar nicht erst in Betracht ziehen zu können, geschweige denn zu wollen. Und so die vielen Menschen, ob Christen, Muslime oder Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften auszublenden, die unsere Hilfe so dringend benötigen und verdienen.

Gerade Christen aber auch alle anderen die sich unserer abendländisch geprägten Ethik und unserer Vorstellung von persönlicher Freiheit verpflichtet fühlen können und dürfen sich ihrer Verantwortung nicht entziehen. Ansatzpunkte zur Hilfe gibt es genug. Und Teilen sollte in unserer Lebenssituation allemal möglich sein. Sankt Martin könnte uns hier als erstrebenswertes Beispiel und Vorbild dienen. Dieses Bild verstehen schon die Kleinsten im Kindergarten. (siehe dazu auch den Artikel zum Thema Flüchtlinge „Mit einem bescheidenen Lächeln Danke sagen“ in der Mülheimer WAZ-Ausgabe vom 07.10.2015).

Andererseits wäre es fatal, die Augen vor den Gefahren zu verschließen, die unser Land und Europa ganz konkret in dieser Gemengelage bedrohen. Täglich erfahren wir, dass Entwicklungen zur sehr realen Tatsache werden, die erst gestern als begründeter Verdacht galten. So ist in der WAZ vom Mittwoch, 07.10.2015 als Fakt zu lesen, was in diesem Wegweiser zunächst noch als lediglich reale Gefahr vorgestellt wurde:

Düsseldorf. Radikale Islamisten werben nach Angaben der nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden gezielt in Flüchtlingsheimen neue Anhänger. „Wir müssen damit rechnen, dass mit zunehmenden Flüchtlingszahlen auch die Versuche der Salafisten zunehmen, Schutzsuchende anzusprechen“, sagte der Chef des NRW-Verfassungsschutzes, Burkhard Frier im Gespräch mit der WAZ. „Uns bereitet Sorge, dass besonders Jugendliche für die angebliche Hilfe ansprechbar sind“ erklärte Freier. Thomas de Maiziére geht zudem Hinweisen ausländischer Geheimdienste nach, wonach sich unter die Flüchtlinge vermehrt auch Islamisten mischen sollen. Den NRW-Sicherheitsbehörden sind bisher 30 Anwerbungen radikaler Islamisten in Flüchtlingsheimen bekannt geworden. Landesweit hat der NRW- Verfassungsschutz inzwischen 2.100 Salafisten registrieren – davon gelten knapp 300 als sogenannte Gefährder. Mehr als 20 der 850 Moscheen in NRW stehen wegen salafistischer Bestrebungen im Fokus der Behörden. Und viele kundige Beobachter sehen hier nur die Spitze des Eisberges. Bleiben wir also sehr wachsam.

Aber auch das Thema der Gesamtkosten für unsere Volkswirtschaft sollten wir im Auge behalten. Liegt Bundeskanzlerin A. Merkel mit ihrer menschlich sehr anerkennenswerten Vorgehensweise hier richtig? Schon einmal, nämlich wegen Zögerlichkeiten auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 hat sie bekanntlich gegen den dringenden Rat des damaligen Finanzministers Peer Steinbrück sowie Josef Ackermann und anderer Top-Manager der Wirtschaft von Wirtschaftsexperten geschätzte 100 Mrd. Euro vernichtet, weil sie den Wetten der Hedgefonds gegen den Euro politisch lange nichts entgegengesetzt hatte. Gehen wir doch einfach davon aus, dass sie in der aktuellen Krise einen konkreten Plan hat. Immerhin, mit ebenfalls rund 100 Mrd. Euro Kostenersparnis beim Zinsaufwand bezifferten mehrere Universitäten den Vorteil der Bundesrepublik daraus, dass sie und Finanzminister Schäuble so lange den ´Grexit´ propagiert und damit unendlich viel beinahe kostenloses Kapital nach Deutschland gezogen hatten. Sollten wir tatsächlich am Ende die geschätzten max. 80 Mrd. Euro für eine Griechenlandlösung vollständig benötigen, blieben allein hier immer noch ´geschenkte´ 20 Mrd. Euro für die Flüchtlingsthematik. Und damit kommen wir wirklich schon ein sehr gutes Stück weit.

Das Leben von Flüchtlingen zu retten ist offensichtlich viel günstiger für unsere gesamte Volkswirtschaft als das schlecht geführter Landesbanken…..

Hauptquellen

Krieg gegen Christen

John Allen , Korrespondent im Vatikan für den National Catholic Reporter

Gütersloher Verlagshaus

Terror im Namen Allahs

Peter Heine, Prof. für Islamwissenschaften an den Unis Münster und Bonn

Herder Verlag

Salafisten – Bedrohung für Deutschland?

Ulrich Kraetzer, Politologe Berlin + Brighton; Berliner Zeitung und SFB, ARD-Magazin „Kontraste“

Gütersloher Verlagshaus

Irre – wir behandeln die Falschen

Dr. Manfred Lütz, Dipl. Theologe (kath.) , Dr. med, Psychologe, Leiter einer Klinik in Köln

Gütersloher Verlagshaus

Leben ist mehr – Das Lebenswissen der Religionen und die Frage nach dem Sinn des Lebens

Rudolf Walter (Hg.), Herder Verlag – Ausgabe 2007-

Keine Quellen:

Bildzeitung und Co, Stammtische, Unrat im Internet….

Klaus Timmer, im Oktober 2015