Pfarrei St.Barbara - Mülheim an der Ruhr

St.Barbara - Christ König - St.Engelbert - St.Mariae Rosenkranz - Sv.Leopold

* * Nachricht aus dem Krisenstab der Pfarrei St. Barbara * *
6, September 2021
 
 
 

Ihr Lieben,

regelmäßig lese ich die Informationen der Website „katholisch.de“.  Das ist höchst informativ, manchmal amüsant, zurzeit viel häufiger zum Haareraufen, - wobei das bei mir, rein physisch, eine der leichtesten Übungen ist. 😉

Zu den berechtigterweise Topthemen gehören immer wieder Fälle sexualisierter und spiritueller Gewalt und der innerkirchliche Umgang damit. Jüngste Veröffentlichungen beschäftigen sich wiederholt mit P. Kentenich, dem höchstumstrittenen „Vater“ der Schönstatt-Bewegung. Alexandra von Teuffenbach, renommierte Kirchenhistorikerin in Rom, hat u. a. in erst jetzt zugänglichen Akten geforscht und ein Buch veröffentlicht. Das Säkularinstitut der Schönstätter Marienschwestern setzt „Himmel und Hölle“ in Bewegung, die dort dokumentierten Vorfälle der Öffentlichkeit vorzuenthalten: „Der Vater darf das.“. Wir sind im Jahr 2021. Die Klage der Marienschwestern ist zunächst gerichtlich gescheitert, doch der Prozess der Seligsprechung im Bistum Trier läuft weiter. Bitte lesen! Dann versteht meine Frage: „Geht’s noch?“ Schließlich ist der aktuelle Trierer Bischof zugleich der Missbrauchsbeauftragte der deutschen Bischofskonferenz.

Apropos! Der Erzbischof von München und Freising, Rainer Kardinal Marx war bereit, ohne nachgewiesene persönliche Verantwortung, systemisch Verantwortung zu übernehmen und bot dem Papst seinen Rücktritt an. Abgelehnt! Hamburgs Erzbischof Stefan Heße reichte nach erwiesenen schweren Fehlern während seiner Tätigkeiten im Erzbistum Köln seinen Rücktritt ein. Abgelehnt!

Und sie nehmen mit Hinweis auf Gehorsam und das Diktum des Papstes widerspruchslos ihren Dienst wieder auf.

Da regt sich in mir etwas, dem ich besser zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Namen geben möchte. Im Bistum Dresden wird das Grab eines höchst charismatischen, aber eben ebenso höchst übergriffigen Pfarrers eingeebnet, um das honorige Andenken plakativ zu tilgen. Wir haben in unserem Bistum vor kurzem einen Totenmeldung erhalten, die mit ihrer knappen Erinnerung alles sagte. Bischöflicherseits wird das Diktum berichtet, dass überführte übergriffige Geistliche ruhig in Hartz IV landen sollten, was allein schon aus Gründen der Gerechtigkeit, da anteilig arbeitszeitlich mitfinanziert, höchst problematisch und rechtlich angreifbar ist .  Und es blendet immer und immer wieder die bischöfliche Verantwortung aus. Es muss endlich Schluss sein mit der Brechtschen These „Die Kleinen hängt man, und die Großen gehen leer aus.“

In diesem Sinne frage ich mich, wie Bischöfe sich fühlen, wenn Sie begründet ihren Rücktritt anbieten und der abgelehnt wird? Wie ehrlich wird in diesem System letztlich gespielt? Für wie grenzdebil hält man Kirchenvolk und Öffentlichkeit eigentlich, wenn solche Rücktrittsszenarien „demütig“ inszeniert daherkommen. Wie unsensibel und realitiätsfern handelt der handelt der Vatikan da eigentlich? Das beschädigt doch diesen Papst! Aber es beschädigt auch die Bischöfe! Im Ernst, ich möchte meinen Rücktritt einreichen, und bin mir absolut sicher. Dann trete ich zurück. Schluss! Aus!

Wenn ich mir nicht ganz sicher bin, frage ich meinen Bischof um Rat, bzw. der, wenn er zurücktreten will, seinen Erzbischof oder den Papst. Aber die Entscheidung – bei allem GEHORSAM – treffe ich selbst! Und dann stehe ich auch dazu.

Mit schwerem Kopfschütteln angesichts dieser Ereignissen wünsche ich dennoch ein gedeihliches Lesen des angehängten aktuellen Gemeindebriefs St. Engelbert mit herzlichen Grüßen

Michael Clemens, Pastor

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Ihr Lieben,

ein schwieriger Wahlkampf spielt sich zurzeit im Hinblick auf die Bundestagswahl Ende des Monats um uns herum ab. Und es sind epochale Themen, die vor uns liegen und ihrer Bewältigung harren: Energiewende, Klimawandel, gesellschaftliches „Klima“, Flüchtlinge & Migration, Demografie & Generationengerechtigkeit, erschwinglicher Wohnraum, Bewältigung der Pandemie und hinter allem Multikulturalität & Religionen. Die Erosion der klassischen Parteienlandschaft ist enorm. Wenn Markus Söder wie ein trotziger „Pubi“ den Satz von sich gibt: „Ich habe keinen Bock auf Opposition.“, wird auch dem letzten Bürger in der Republik deutlich, dass nach der Wahl keine „GroKo“ mehr ansteht, und es recht heftig werden kann. Ist das ein epochaler Wandel?

Derweil offenbart der Blick auf unsere Kirchenlandschaft Ähnliches. Das klassische Leitungsmodell von Pfarrei ist bald schon Geschichte. Realistisch betrachtet, führt das Fehlen von Priestern nicht nur zur Auflösung desselben, sondern wird uns auch schon sehr bald mit der Frage konfrontieren, woher unsere Bischöfe kommen sollen. Ich gebe es gerne zu, dass mich dieser stetig und nicht gerade langsam steigende Druck im Kessel nicht nur bedrückt, sondern irgendwie neugierig darauf macht, wann endlich dieser von Ängsten und Macht zerfressene Apparat sich an Lösungen annähert, die es möglicherweise schon binnen der nächsten fünf bis zehn Jahre nicht mehr gibt, weil die Frauen die Nase voll haben und aus dieser Kirche auswandern. Und der Sog der zumindest inneren Emigration ist doch in fast allen Bereichen der Kirche längst offensichtlich. Es gibt m. E. nur den einen Weg: Machtverzicht der Bischöfe im Ausgleich mit Partizipation an Leitung und Gestaltungskraft.

Und auch uns steht eine Wahl ins Haus, die zwar „erst“ Anfang November stattfinden, aber das kirchliche Gefüge vor Ort entscheidend verändern wird. Ohne in die Glaskugel zu schauen oder im Kaffeesatz zu lesen, ist nicht nur mir längst klar, wie müde und verbraucht die Kräfte sind, die de Pfarrei und ihre Gemeinden in die neue Gestalt seit 15 Jahren geführt und begleitet haben. Ihnen gehören größter Respekt und tiefer Dank! Ich erwarte und wir brauchen im neu zu wählenden bzw. zu installierenden Pfarrgemeinderat einen Generationenwechsel. Nicht weil die bisherigen PGR-Mitglieder schlecht sind, sondern weil die Herausforderungen der Zukunft eine andere Sicht auf die Pfarrei als Handlungsort sowie auf lokale Strukturen als Lebensorte [Gemeinden] brauchen. Die Pfarrei als Gemeinschaft von Gemeinden ist nicht überholt, aber sie ist auch eine eigene Größe und Chance, Glauben zu erfahren und zu leben. Die neue PGR-Satzung gibt das Gerüst dazu her. Ich hoffe auf viele oder zumindest genügend Menschen, die sich mutig, kraftvoll und kreativ diesen Zukunftsaufgaben stellen.

Und obendrein gibt es noch den aktuellen Gemeindebrief St. Engelbert, der sich hoffentlich nach der PGE-Wahl durch geeignete Kommunikations-angebote in der Pfarrei erübrigen kann. Ich wünsche viel Freude und Erkenntnis beim Lesen und verbleibe mit gesegnetem Sonntagsgruß,

Michael Clemens, Pastor    

 

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Ihr Lieben,

anbei der aktuelle Gemeindebrief St. Engelbert; Gute Information und Abwechslung beim Lesen

Drei große Ereignisse bestimm[t]en und prägten diese Woche: die Informationsveranstaltung zur neuen PGR-Satzung und zur Wahl, die grandiose Verabschiedung der Pfarrsekretärin Renate Vehling in den Ruhestand und das Gemeindefest in St. Engelbert.

Nach anfänglich schleppender Anmeldung füllte sich der Pfarrsaal in St. Barbara schließlich doch mit einer bunten Mischung von Interessierten aus allen fünf Gemeinden. Anja Petrick und Roman Blaut als zuständige Fachleute des Bistums informierten umfänglich und interessant über die vielen neuen Möglichkeiten der PGR-Arbeit. So viel Offenheit und Kreativität wie möglich bei so wenig Regulierung wie nötig, war ganz offensichtlich das Leitmotiv bei der Erstellung der neuen Satzung. Alle bestehenden Gruppierungen sollen mit unter das koordinierende und ermöglichende „Dach“ des Pfarrgemeinderates. Themenbezogene und lokal orientierte Teams sollen vielen Personen aus und in den Gemeinden Beteiligung ermöglichen, auch ohne gleich auch in den PGR gewählt worden zu sein. Die Vielzahl und Vielfalt an Fragen, die gestellt wurden, zeigte das große Interesse. Und immer wieder das Hilfs- und Beratungsangebot der Bistumsvertreter: Wir kommen gerne wieder.

Die Verabschiedungsfeier für Frau Vehling begann mittags mit einem StehC in Barbaras Pfarrhausgarten. Das Wetter spielte mit, und Frau Vehling war ahnungslos, was ihr danach noch widerfahren sollte. Als die PGR-Vorsitzende Gabi Ripholz sie in die richtige Richtung lotste, stand da eine weiße Kutsche mit zwei Schimmeln – und es verschlug ihr die Sprache. Los ging es zu Besuch in alle Gemeinden, wo jeweils eine kleine Überraschung vorbereitet war. Ziel war schließlich er Tura-Platz, wo sich schon eine erkleckliche Zahl an Pfarreimitgliedern zur Pfarrei-Messe gesammelt hatten. Herzliche, bewegende Dankesworte und ein lockeres Beisammensein mit Brezeln und Kaltgetränken ließen das Abschiedsfest ausklingen. Es war ein logistisches und  geheimnistechnisch hervorragendes Gesamtkunstwerk. Herzlichen Dank!

Die dritte Großveranstaltung, das Gemeindefest St. Engelbert, fällt aus. Die Sars-CoV-2-Pandemie sorgte zum dritten Ma in Folge dafür, dass die Engelberter auch den 114. Jahrestag ihrer staatskirchenrechtlichen Anerkennung als Pfarrei / Gemeinde nicht mit dem Gemeindefest begehen können. Der kurze und knackige Kommentar dazu ist allerdings nicht druckbar. Stattdessen: Schade!!!

Einen frohen, gesegneten und hoffentlich spätsommerlich-sonnigen Sonntag wünsche ich mit lieben Grüßen

Michael Clemens, Pastor

 

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Ihr Lieben,

„Der Boden ist gesättigt mit Wasser.“, stellen Landwirte am Niederrhein für die Presse zufrieden fest. In der Tat, ist die reichlich verspätete „April-Wetteraktion“ der letzten Tage ein Akt der Sättigung der speziellen Art. Denn eigentlich haben sich die Urlaubsheimkehrer ebenso wie Aufräumer an den Schauplätzen der Flutkatastrophe auf spätsommerliches Wetter eingestellt. Aber das Wetter ist mit Sicherheit auch ein Weckruf, die Zeichen der Zeit und den kürzlich vorgelegten Weltklimabericht endlich ernstzunehmen.

Die Woche startet derweil mit einer spannenden, interessanten Informationsveranstaltung des Bistums in unserer Pfarrei am Montagabend. Es geht um die neue Pfarrgemeinderatssatzung und die PGR-Wahlen Anfang November. Die neue PGR-Satzung hat den unerwarteten Charme, über die durch Wahlen legitimierte Struktur offene und kreative Formate pastoraler Arbeit zuzulassen und zu fördern. Wer noch Interesse hat, sich mit O-Ton aus dem Bistum näher informieren zu lassen, sollte am Montag um 19.30 Uhr ins Pfarrheim St. Barbara kommen, allerdings bitte nur mit Voranmeldung und entsprechend der 3-G-Regelung [geimpft, genesen, getestet] und mit Nachweisen.

Der angehängte aktuelle Gemeindebrief St. Engelbert bietet auch über die aktuellen Dinge hinaus Informatives zur PGR-Wahl sowie die neuesten Verlautbarungen des Krisenstabes. Ein Schmankerl m Rande: Die zur Disposition stehende Engelbertuskirche ist in der Corona-Pandemie avanciert zum Rettungsanker nicht nur der Pfarrei zum „Tatort“ der Firmung 2021, sondern darüber hinaus auch in diesem Jahr zum Firmort der Pfarrei St. Mariae Himmelfahrt, die erneut wegen ihrer zahlreichen Firmanden in Eppinghofen, natürlich nicht, sondern im Pastoralteam der Pfarrei angeklopft hat.

Einen gesegneten Sonntag und liebe Grüße aus dem alten Pfarrhaus in Eppinghofen,

Michael Clemens, Pastor   

Gemeindebrief 35_2021

Ihr Lieben,

dass der Bundestagswahlkampf näherrückt, spürt man nicht nur an der Plakatierung sondern auch bei den großen Problemthemen „Corona-Pandemie“ und Afghanistan. Dort hat sich mit Deutschland sowie der Nato etwas Unseliges, ja Fürchterliches abgespielt, und im Nachgang wirft man sich wie heiße Kartoffeln die Verantwortung gegenseitig zu. Und sofort kommen aus der Politik fatale Aussagen wie „Es darf nicht wir 2015 passieren.“. Unwürdig ist das, herablassend gegenüber den afghanischen Ortskräften und verantwortungslos. Auf der anderen Seite heißt es jetzt, stets den Impfpass oder die entsprechende Handy-App parat halten, um seine Freiheit zu behaupten. Wenn dieser „Freiheiten-Schuss“ nicht nach hinten losgeht. Dabei machen die massive Verbreitung der Delta-Variante sowie immer mehr Impfdurchbrüche die Lage keineswegs sicher. Vorsicht ist und bleibt geboten, und es muss beharrlich weiter für die Impfung geworben werden. Die 3-G-Regelung ist uns für die Gottesdienste bisher erspart geblieben, aber so ganz ist der Sommer ja noch nicht vorüber. Jedoch zeichnet sich ab: Die vierte Welle der Pandemie ist angelaufen.

Derweil zeichnet sich in unsere Gemeinden und Pfarreien bereits die PGR-Wahl [und Kirchenvorstands-Wahl!] am 6. / 7. November ab. ALLE,  die Fragen oder Unklarheiten zur neuen PGR-Satzung und zur Wahl haben, sind herzlich zu einer Informationsveranstaltung am Montag, 30. August, um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Barbara eingeladen, die das Bistum anbietet. Vorherige Anmeldung im Pfarrbüro ist Voraussetzung.

Ansonsten lädt uns das Sonntagsevangelium dazu ein, über unser Engagement in Pfarrei, Gemeinde und Kirche ernsthaft nachzudenken, wenn Jesus nicht nur seine Jünger:innen damals, sondern auch uns fragt: „Wollt auch ihr weggehen?“, was ja Unzählige bereits getan haben.

Ansonsten hängt der aktuelle Gemeindebrief St. Engelbert an, der heute schwerpunktartig die PGR-Wahl in den Fokus stellt. Euch und Ihnen ein vergnügliches Lesen und einen gesegneten Sonntag!

Ihr und Eurer Michael Clemens, Pastor

Gemeindenachrichten

Pfarrnachrichten

 

Ihr Lieben,

die Schulsommerferien gehen zu Ende, der aktuelle Gemeindebrief St. Engelbert kommt. Die Inzidenzwerte der Sars-CoV-2-Pandemie schnellen in die Höhe, und alle fragen sich, kommt damit auch wieder ein Lockdown? Die Impfzahlen sind beachtlich, stehen aber in keinem Verhältnis zur „Impfeuphorie“, bevor die Vakzine zur Verfügung standen. Was ist los mit den Deutschen? Steht so wenig Vernunft und Einsicht zur Verfügung, dass man es lieber darauf ankommen lässt, als sich impfen zu lassen? Ich verstehe die „Impfmüdigkeit“ bzw. „Impfverweigerung“ nicht. Ist es nicht auch eine christliche, eine Frage von Verantwortungsethik und Nächstenliebe?

Vielleicht wird sich der eine oder die andere über den Artikel zum Tod von Prof. Dr. Arnold Angenendt wundern. Mich hat der Tod dieses akademischen Lehrers nicht nur persönlich berührt, ich halte das Wirken dieses Kirchenhistorikers für einen epochalen Wandel in der kirchengeschichtlichen Forschung und Lehre. Die furztrockene und völlig unergiebige Aneinanderreihung von Jahreszahlen und Ereignissen wird durch Arnold Angenendt für den deutschsprachigen Raum abgelöst durch ein In-Beziehung-setzen mit sozial- und mentalitätsgeschichtlichen Entwicklungen, d. h. Geschichte wird lebendig. Ich selbst habe dadurch Spaß an Kirchen- und Zivilgeschichte bekommen,  und die kirchenhistorische Wissenschaft endlich wieder Anschluss an die sonstige Geschichtswissenschaft. Ich empfehle, wer mehr erfahren möchte, das Dossier auf der Website des Münsteraner Forums für Theologie und Kirche [www.theologieundkirche.de] “Wenn die Hoffnung auf Vollendung nach dem Tod fehlt …“ , dort u. a. den Nachruf von Angenendts Nachfolger Prof. Dr. Hubert Wolf, selbst ein exzellenter Kirchenhistoriker. So umfangreich das Werk / und die Werke von Arnold Angenendt ist / sind, so spannend sind sie zu lesen und geben eine Ahnung von den Vorlesungen und Predigten, mit denen der Professor und Priester Menschen in den Bann zu ziehen vermochte. „Die Geschichte der Religiosität im Mittelalter“ stellt gleichsam die Summe seiner Mittelalterforschung dar. In seinen Büchern „Toleranz und Gewalt“ sowie „Ehe, Liebe und Sexualität im Christentum“ wird er geradezu „tagesaktuell“. Es lohnt sich, A. A. zu lesen.

Feiern wir an diesem Sonntag „Mariae Aufnahme in den Himmel“, denken wir dabei an die Vollendung mit „Leib und Seele“, der wir als Verheißung doch alle zustreben und finden wir langsam wieder hinein in ein geordnetes Alltagsleben – ein wenig anders, aber Alltag und Ordnung.

Herzlich Ihr und Euer Michael Clemens, Pastor  

zum Gemeindebrief

Ihr Lieben,

schon wieder kommt der aktuelle Gemeindebrief St. Engelbert mit Verspätung. Ja, es tut mir leid, aber manchmal muss ich auch „meine“ Prioritäten setzen und kosteten mich einen langen, aber wunderbaren Samstag! Ein Ehepaar des Familienkreises, der mich bei meiner Pfarreinführung im Jahre 1993 spontan „adoptiert“ hatte, beging ihre Rubinhochzeit. Das Fest fand im Garten statt, die Gastgeberin Marion hatte gutes Wetter, auf keinen Fall Niederschläge, „beschlossen“, und der Familienkreis hatte sich wegen Corona-Auflagen fast 2 Jahre nicht treffen können. Es war wie eine Befreiung. Auf die Gabel gab es obendrein auch lecker und reichhaltig, und der „Ruf aus Kafarnaum“ [„Sie haben keinen Wen mehr!“] musste auch nicht ertönen. Der Sonntag war dann – nach den Sonntagsmessen in Engelbert und Rosenkranz – der „Augenpflege“ geschuldet.

Damit ist ein wenig nachzuvollziehen, warum der Gemeindebrief erst jetzt kommt. So ein nach 2 Jahren „Gemeinschaftsentzug“ endlich wieder mögliches Treffen verdankten wir auch der vollständigen Impfung, zu der ich auf diesem Wege eindringlich ermuntere. Eine Wiederbelegung des vormaligen Impfenthusiasmus‘ wünsche ich mir jedenfalls sehr, um einen erneuten Lockdown abwenden zu können. Denn ich vermute, käme dieser, könnte es unappetitlich werden in unserer Gesellschaft. Ich habe da recht große Bedenken.

Einen guten, gesegneten Wochenstart und, wo möglich, noch letzte Ferienaktivitäten – verbunden mit lieben Grüßen

Michael Clemens, Pastor

zum Gemeindebrief

Ihr Lieben,

mitten ins „Sommerloch“ schicke ich wohlgemut den aktuellen Gemeindebrief St. Engelbert, diesmal erst heute, am Sonntag, nachdem die Sonne einer wenig verheißungsvollen Bewölkung gewichen ist. Allerdings weiß der geneigte Leser, dass in diesem „Newsletter“ meist noch einiges folg – so auch jetzt. Natürlich saß ich nach der Sonntagsmesse auch heute nicht allein im Pfarrhausgarten, sondern begleitet von einem Buch. Der liebe Gott, so mein Erfahrungs- und Lieblingstitel für den einen und eigentlich nicht zu benennenden Urgrund unseres Seins, hat mir in der allmählich heraufdämmernden letzten Lebensphase die Neugierde und die Kraft geschenkt, eine quasi „Relecture“ [Wiederlesen] meines Theologiestudiums anzustellen – auf der Folie meiner beruflichen und Lebenserfahrung. Das betrachte ich als ein großes Gottesgeschenk. Corona-Zwangspause und Urlaub gaben mir Freiräume dazu. Und Euch / Sie möchte ich empfehlend an meinem Nutzen teilhaben lassen.

Das Buch „Er. Ein Zwiegespräch mit dem Mann, der Jesus erfand“ von Ralf Frisch [JG.1968] begleitete mich in unser katholisches Lesejahr B, bei dem Texte des Maerkusevangeliums im Mittelpunkt der Verkündigung stehen. Das um 70 n. C. entstandene Evangelium, das knapp und essentiell Bezug auf „sein Wissen“ über den historischen Jesus aus Galiläa nimmt und den späteren Evangelisten Matthäus und Lukas zur Verfügung stand, hat mich mich mit seinem Erzählbestand immer schon fasziniert. Was allerdings Ralf Frisch hier versucht, ist absolut spannend. Er stellt einen Dialog mit dem fiktiven Markus an. In elf Kapiteln befragt er den Evangelisten nach dem Menschen, der Lehre und dem Wirken Jesu. Herausgekommen ist die unverstellt offene Suche des Autors nach der bleibenden Bedeutung dieses Jesus. Und das alles in einer uns heute ansprechenden Art und Weise. Mich hat dieses Buch gepackt, mitten in die Zeit der jungen Kirche geworfen und für meine Verkündigung unwahrscheinlich inspiriert.

Ostern war’s!. Vierzig Ostern hatte über Tod und Auferstehung Jesu gepredigt. Doch mir wurde nicht wohler dabei. Die offensichtlichen Widersprüche in den biblischen Texten und immer offener zu Tage tretende Spannungen im Gesamtkontext der Evangelien- und Paulus-Zeugnisse plädierten für ein Update – Auferstehung 2.0 gleichsam. Da kam es mir recht, dass der 1938 geborene Theologe Hans Kessler, der evangelische und katholische Theologie studiert hat, quasi als Summe seiner Forschungen zu Christologie und Auferstehung sein Buch „Auferstehung? Der Weg Jesu, das Kreuz und der Osterglaube“ überarbeitet und in 3. Auflage herausgebracht hat. Es ist außerordentlich spannend, wenn ein Fundamentaltheologe und Dogmatiker seinen Erkenntnisweg von den Bibelwissenschaften her akribisch ableitet und die Leser auf diesen Weg mitnimmt. Und es ist erneut ein Weg mit den Verfassern des Markusevangeliums. Mit abgeklärter Wissenschaftlichkeit geht Kessler schließlich dem Verständnis von „Auferweckung“ und „Leiblichkeit“ nach. Das alles ist m. E. sehr anschaulich und auch für Nicht-Theologen verständlich und gewinnbringend zu lesen. Für mich liest sich dieses Buch als eine persönliche Summe studierter und gelehrter Theologie und gleichzeitig ein gelungenes Ringen um Glauben in christlicher Verkündigungstradition.

Dass mir zum Auftakt des Endes meines aktiven Verkündigungsdienstes  so viele gute und lesenswerte Studienobjekte anheimfallen, macht mich dankbar; ich hoffe, meine Zuhörer:innen ebenfalls.

Einen gesegneten Sonntag voll des „Lebensbrotes“ aus dem Sonntagsevangelium wünsche ich Euch und Ihnen

Michael Clemens, Pastor

Klick zum Gemeindebrief

Ihr Lieben,

das Fronleichnamsfest haben wir gefeiert – mit großem Ernst, viel Freude und Beteiligung. Nach Fronleichnam beginnt die wegen notwendiger Vertretungen in unserem Metier immer weit gespreizte Urlaubssaison. Damit ist auch in den Ferienzeiten das Sonntags-Gottesdienstangebot in der Pfarrei gesichert. Jede Gemeinde wird in der Urlaubszeit auch an jeweils einem Sonntag ihren Sonntagsgottesdienst als WortGottesFeier mit Kommunionspendung feiern. Vorstehen werden diesen Feiern Gottesdienstleiter:innen aus dem ehrenamtlichen bzw. hauptberuflichen Kreis der dafür Qualifizierten und Beauftragten. Die Art des Gottesdienstes wird in den Gottesdienstplänen deutlich so gekennzeichnet.

Wohin geht die pastorale Reise in unserem Bistum? Einige Gedanken dazu sind im aktuellen Gemeindebrief t. Engelbert zu finden, der dieser Rundmail angehängt ist. Es gibt eine Reihe von Gemeinde- / Pfarreileitungsmodellen, mit denen auf Situationen reagiert wird, die durch akuten Priestermangel ausgelöst sind. Eine davon ist die Großpfarrei. St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer war bislang die mit über 35.000 Katholiken die größte in unserem Bistum. Am Fronleichnamstag feierte Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck mit rund 250 Pfarrmitgliedern die Gründung der nächstgrößten, der Pfarrei St. Cosmas und Damian, im Essener Norden und Nordosten. Pfarrer Ingo Mattauch, vorher Pfarrer in St. Josef, GE-Schalke, wird diese Pfarrei leiten. Derweil geht man in Essen-Frintrop andere Wege. Her soll ein:e Pfarrbeauftragte:r, begleitet von einem Moderierenden Priester, die Leitung der Pfarrei übernehmen – wie zuletzt in Altena / Lüdenscheid. Wir sehen, es bleibt spannend in unserer Kirchenlandschaft.

Hochdramatisches ereignete sich jüngst an zwei prominenten Standorten, in Köln und München.

Papst Franziskus will doch mal genauer hinsehen, was da in und um Köln geschieht und wie die kirchliche Lage dort ist: Nächste Woche beginnt dort eine „Apostolische Visitation“. Erzbschof Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßte diesen Besuch; gleichwohl bewertete der Chefredakteur von domradion.de diesen päpstlichen Akt als „gelbe Karte“.

Wie eine Bombe schlug heute die Nachricht ein, der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, habe dem Papst seinen Rücktritt angeboten und bäte sehr darum, dass dieser angenommen werden solle. Dass mit einem der profiliertesten, prominentesten deutschen Bischöfe endlich ein Bischof tatsächlich Konsequenzen aus persönlicher und / oder leitungsverantwortlicher, jetzt aber auch endlich institutionell-systemischer Verantwortung zieht, ist bemerkenswert, nötigt Respekt ab und ist beispielgebend. Ich persönlich bedauere den Rücktritt des bemerkenswerten Westfalen auf der bayerischen Kathedra – nicht zuletzt mit dem Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Thomas Sternberg, er da kommentierte: „Da geht der Falsche.“

Anfang Juli melde ich mich wieder. Ich wünsche Euch und Ihnen einen gesegneten Sonntag, gute Erholung im Urlaub und grüße herzlich,

Michael Clemens, Pastor  

Ihr Lieben,

das Pfingstfest kommt, die Geburtsstunde der Kirche, und wir beginnen ein weiteres Mal nach strammem Lockdown in der SARS-CoV-2-Pandemie mit Präsenzgottesdiensten in unseren Kirchen. Wird es diesmal von Dauer sein oder wieder nur über den Sommer reichen? Grundlegendes hat sich in den Maßnahmen zur Pandemie geändert: Das Impfen hat Fahrt aufgenommen, und es stehen erhebliche Kapazitäten an Testmöglichkeiten zur Verfügung. Doch all das ersetzt nicht Vor- und Umsicht jedes Einzelnen, nicht die AHA-Regeln, nicht den achtsamen Blick auf vulnerable Mitmenschen – weltweit.

Mit Blick auf die Jünger:innenschar in Jerusalem, die sich noch ängstlich eingekapselt hat, berichtet Lukas von Pentekoste, einem Ereignis fünfzig Tage nach Pessach, unserem Auferstehungsfest, und erzählt in dramatischer Form die Geistbegabung – mit Sturmesbrausen und Feuerzungen. Die Angst scheint wie weggepustet; freimütig und offen bekennen die Jünger:innen, was sie von Jesu Predigt verstanden haben. Was beim Zeugnis des Johannes als intimes Zeichen der Anhauchung daherkommt, wird bei Lukas gleichsam „aufgeplasen“. Von Jesus her springt der bewegende Gottesgeist auf die Jünger:innenschar über, und zwar unterschiedslos auf Männer und Frauen, Junge wie Alte, Reiche und Arme. Selbst das verhängnisvolle erste Vatikanische Konzil mit seinem kruden Kirchenbild vermochte die Pfingsterzählungen nicht zu verbiegen.

Die Kirche muss sich also gar nicht verbiegen oder neu erfinden im synodalen Weg oder in der Bischofssynode. Sie braucht nur aus dem Reichtum ihrer Geschichte [[Tradition] zu schöpfen, dan finden sich in ihr Männer und Frauen, Junge und Alte, Laien wie Priester / Bischöfe mit gleichen Rechten kraft ihrer Taufe und Firmung geistesgegenwärtig und geistbegabt, wenn auch mit unterschiedlichen Aufgaben, Rollen und Diensten in der einen Kirche wieder. Die Wahlen zu Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand stellen für unsere Pfarrei die erste große Herausforderung an die Geistesgaben [Charismen] unserer Christ:innen. Gehen wir geistesgegenwärtig diese Herausforderung an, kirchliches Leben in unserer Pfarrei und Kirche im Hinblick auf post-pandemische Zeiten lebendig und glaubwürdig zu gestalten.

Unseren Pfarrer Christian Böckmann zitierend, wünsche ich „frohe Pfingsten“ und einen gesegneten Sonntag mit herzlichen Grüßen

Michael Clemens, Pastor  

Ihr Lieben,

heute vor 76 Jahren endete mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der 2. Weltkrieg in Westeuropa, morgen wäre die Widerstandskämpferin der „Weißen Rose“ Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Beide Daten sind Anlass, für eine gute Erinnerungskultur zu werben „wider das Vergessen“. Der Marien- und „Wonnemonat“ Mai ist zwar schon einige Tage alt, aber bei der Blüte klemmt es noch etwas, wie die Landwirte bestätigen, allerdings sind die „Eisheiligen“ ja noch nicht durch. Ob der morgige Sonntag, wie angekündigt, einen „Blitz-Sommer“ abbildet?

Regelmäßige Leser:innen wussten bei der Lektüre des Begleitwortes zum Gemeindebrief Nr. 15 trotz allgemein gehaltener Formulierung, an wen oder was ich dachte, als ich das miserable Krisenmanagement in der aktuellen Missbrauchskrise anprangerte. Natürlich dachte ich an das Erzbistum Köln, und nur an dieses. Dabei bezog ich mich auf die Nachrichten der Portale domradio.de und katholisch.de. Unser Bistum war, das sage ich ausdrücklich, ganz und gar nicht gemeint oder mit gemeint. Die ernsthaften Bemühungen unseres Bistums sind auf der Bistums-Homepage www.bistum-essen.de sehr gut dokumentiert unter den Menüpunkten „Kirche prüfen und verändern“ sowie „Prävention und Hilfe bei Missbrauch“. Verschiedentlich habe das auch im Begleitwort bzw. In Gemeindebrief und Predigt als positives Vorgehen angesprochen. Sollte sich jemand durch das o. a. Begleitwort in unangenehmer und unangemessener Weise angesprochen gefühlt haben, bitte ich, meine so nicht gewollte Zuspitzung zu entschuldigen.

Ansonsten geben die sinkenden Inzidenzzahlen – unsere Stadt zählte bereits einige Tage Werte von deutlich unter 100 in Folge! – Anlass zu der Hoffnung, dass der intensive Impfbetrieb und die in zunehmend erhöhter Zahl möglichen Tests uns allen deutlich mehr Luft und Raum geben. Das Virus wird sicher nicht gehen, aber wir sollten schon bald einen deutlich normaleren Alltag leben können. Pastoralteam und Krisenstab beraten dazu am kommenden Dienstag.

Einen gesegneten Sonntag, angemessene Feier des Muttertages und herzliche Maigrüße,

Michael Clemens, Pastor   

Ihr Lieben,

anbei findet sich der aktuelle Gemeindebrief St. Engelbert mit einem Schwerpunkt auf PGR-Wahlen und Neufassung der PGR-Satzung sowie das Liturgiepaket des Bistums. Die Neufassung der PGR-Satzung verringert die allgemeine Ver-Ordnung der PGR-Arbeit erheblich und ermöglicht damit, die konkreten Situationen vor Ort besser in diesem Gremium der pastoralen Mitverantwortung abzubilden und kreativ einzubinden. Auch zeitlich, thematisch und lokal begrenztes Engagement ist vorgesehen und willkommen. Der alternative Wahlmodus – ein Wahlbezirk = Pfarrei oder mehrere Wahlbezirke = Gemeinden – wird unseren PGR noch beschäftigen und hoffentlich nicht sein Konfliktpotential entfalten. Wenn ja, werden wir sehen, wozu das gut ist.

Die sog. „dritte Welle“ der SARS-CoV-2-Pandemie sowie die reaktiven Infektionsschutzmaßnahmen, die „Bundes-Notbremse“, bringt die Republik zum Ächzen und Stöhnen. Es ist nicht nur der generelle Überdruss an den das gesellschaftliche Leben lähmenden Maßnahmen; es kommt hinzu das bohrende Fragen, wer oder was verhindert, dass die Maßnahmen endlich nachhaltig greifen. Die lokalen Medien in unserer Stadt haben Transparenz darüber erzwungen, wie die Fallzahlen über die einzelnen Stadtbezirken verteilt sind. Das Ergebnis hat Insider und Nachdenkende nicht überrascht. Als der städtische Krisenstabsleiter, Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort, es allerdings in Worte gefasst hat, brach ein Shitstorm los. Völlig unbegründet, wenn man Herrn Steinfort im O-Ton liest. Völlig sachlich stellt er den Fallzahlen die Zahlen der Bevölkerung gegenüber. Und, das sei klar gesagt, es geht nicht darum, den „Schwarzen Peter“ zu verteilen. Aber wir kommen nicht darum herum, endlich einzugestehen, dass Integration einfach kein Erfolgsmodell in unserer Gesellschaft ist und dass sich das mit bestimmten Ethnien in Verbindung bringen lässt. Wenn offizielle Verlautbarungen nicht interessieren, wer keine lokalen Zeitungen oder Rundfunkt liest / hört, wer der deutschen Sprache nicht mächtig geworden ist, nimmt einfach nicht teil am Alltagsleben in Mülheim, sondern lebt in einer Parallelgesellschaft. Und dazu oft in einer, die sich auf Grund dessen ihre eigenen Regeln gibt. Und es gibt neben sprachlichen Barrieren, prekären oder kulturbedingt auf engerem Raum behausten großen häuslichen Gemeinschaften auch die kulturell / religiös parallel angelegte eigene Welt. Neben bekennende „Querdenker“ treten hier – aus welchen Gründen auch immer - „Querlebende“.  Die Einlassungen des Integrationsrates machen es sich zu leicht, den Boten [Dr. Steinfort] zu inkriminieren, der nur Fakten benannt hat, aber z. B. eigene Nachlässigkeiten hintanzustellen. Ja, trotz aller Flüchtlingshilfe hakt es – schon seit Generationen – mit der Integration, aber wir dürfen von allen Seiten nicht nachlassen, daran weiterzuarbeiten. Das ist und bleibt für beide Seiten eine für die Zukunft gemeinsamen Lebens unverzichtbare, harte Aufgabe.

Einen gesegneten Sonntag und hoffentlich einen spürbareren Frühling hinein in den Mai sowie herzliche Grüße

Michael Clemens, Pastor

Ihr Lieben,

die SARS-CoV-2-Pandemie währt mittlerweile fast anderthalb Jahre; 3 Millionen Menschen in Deutschland waren oder sind daran erkrankt, 80.000 haben die Erkrankung nicht überlebt. Spätestens seit dem letzten Quartal des Vorjahres beunruhigen die Epidemiologen, Virologen, Fachleute und uns die, wie man im ruhr-rheinischen Jargon gern sagt, „Mutanten“, mit Hilfe derer sich das Virus menschlichen Abwehrversuchen raffiniert querstellt. Wir Kirchen hatten schon einen „Gedenktag für die Opfer der CoVid-19“, aber auch für den gesamten zivilgesellschaftlichen Raum sollte ein Gedenktag Raum für „Trauern und Trösten“ schaffen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wählte diesen Sonntag dafür und lud die Kirchen und Vertreter der Religionsgemeinschaften ein, zunächst einen ökumenischen Trauergottesdienst in Berlin zu gestalten, ein Staatsakt wird folgen. Das wird sicher neben der Frohen Botschaft von der Kraft des Staunens – hier genauer über die Auferstehungsbotschaft – im Fokus unserer Sonntagsgottesdienste stehen.

Dass mich – als Mitverantwortlicher in der Pastoral, aber ebenso als Ehrenamtskoordinator und Freiwilligenmanager im Pfarrei-Team „Ehrenamt“ – die Zukunft ehrenamtlichen Engagements unter den sich verändernden Bedingungen im kirchlichen Raum allgemein, unter den speziellen Beanspruchungen der Pfarreientwicklungsprozesse im besonderen momentan immer stärker umtreibt, liegt nicht nur an den diesjährig anstehenden Gremienwahlen. Was die Phalanx der Hauptberufler in Bistum und Pfarreien den Ehrenamtlern vor Ort an Entscheidungen zumutet und damit an Bereitstellung zeitlicher und arbeitsökonomischer Ressourcen abverlangt, während zugleich dieselbe Kirche – hier insbesondere die Führungsriege – im fortwährenden Skandal von geistlichem Machtmissbrauch und Missbrauch sexualisierter Gewalt af breitester Linie gänzlich versagt, finde ich persönlich mehr als grenzwertig.

Ich spitze es einmal so zu: Während diese verantwortungsethischen Konflikte die Kirche bis ins Mark erschüttern, während der Horror der Pandemie ganze Familien, Gemeinden und Pfarreien lähmt, erwartet die Kirche von denen, für die sie da ist, weiter fleißig die Pfarreientwicklungsprozesse abzuwickeln. Wo bleibt der empathische Blick auf die Befindlichkeiten? Nimmt jemand wahr, dass viele, die sich ehrenamtlich engagieren nicht nur arbeitstechnisch „auf dem letzten Loch pfeifen“? Weiteres dazu in einer Kurzversioin im aktuewllen Gemeindebrief.

Einen gesegneten Sonntag, nach Sonnenuntergang schön brav zuhause bleiben und – bleibt gesund und behütet!

Michael Clemens, Pastor

Ostergruß an die Schwestern und Brüder in der Gemeinde St. Engelbert

Liebe Schwestern und Brüder,

seit gut einem Jahr hat das Virus die ganze Welt im Würgegriff der SARS-CoV-2-Pandemie. Der Umgang mit der Pandemie, ihre Begleiterscheinungen und Folgen haben die Verwundbarkeit einer scheinbar gesicherten Welt, ihre Überheblichkeit und ihre Schattenseiten ebenso geoffenbart wie Stärken und Überlebenskräfte. Zu dieser Belastung öffnet sich uns christlichen Kirchen mit jedem medienwirksam öffentlich in Szene gesetzten Fehltritt oder „Missbrauchsstudie“ die „Büchse der Pandora“ und treibt die Menschen in Scharen zum Austritt. Das ist schwer noch zu ertragen – auch und gerade für die treuen Engagierten. Die sich gerade, angewidert durch die Verweigerung von auch moralischer Verantwortung durch Amtsträger im Missbrauchsskandal, noch zusätzlich durch die Äußerung der Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Paare ob der fehlenden Empathie und voll lehramtlicher Selbstgewissheit abgestoßen fühlen.

Diese Gemengelage ist, ahne ich, kein gutes Vorzeichen für die Feier des höchsten, grundlegendsten Festes der Christenheit, des österlichen Triduums von Gründonnerstag bis Ostern. Erst das Abendmahl mit seiner Deutung durch die Fußwaschung, dann Leiden und Kreuzestod Jesu und schließlich das leere Grab führten damals wie heute Jüngerinnen und Jünger Jesu durch ein existentielles Wechselbad der Gefühle. Diese Ereignisse gehörten und gehören zusammen erlebt, erfahren und gedeutet.

Das wird auch über ein zweites Osterfest hinweg mit digital übertragenen Liturgiefeiern zu erleben sein. Das erfahren die einen als „nur“, die anderen als „immerhin“. Leider ist unsere Engelbertuskirche immer noch nicht mit leistungsfähigem Internetanschluss ausgestattet, aber „immerhin“ die Pfarrkirche. So werden wir die festliche Liturgie der Kar- und Ostertage über Livestream aus der Pfarrkirche mitfeiern können.

Gemeindemitglieder aus St. Barbara werden dankenswerterweise für die Küsterdienste sowie die Aufnahme und Übertragung gewährleisten. Um Pfarrei als Ganzes und in seiner Vielfalt der Gemeinden sichtbar werden zu lassen, haben wir die liturgischen Dienste der Zelebration und des Dienstes am Wort so verteilt, dass alle „ihren“ vertrauten Gesichtern und Liturgiestilen begegnen können. Und in der Feier der Osternacht erhalten die Osterkerzen aller Gemeinden / liturgischen Orte ihre Weihe und ihr Licht vom einen Osterfeuer.

Wir laden Euch und Sie herzlich ein, an den PCs, Laptops oder Smartphones die Liturgie vom Abendmahl über die Passion Jesu bis hin zur Feier der Auferstehung miteinander zu feiern. Dabei begleitet uns das Osterbildchen der Pfarrei, das die kürzlich verstorbene Margret Sprafke so intuitive gestaltet hat: Christus, der aus dem Dunkel der Todesruhe in das gleißende Licht österlichen Lebens aufsteigt.

Wir denken dabei aneinander und vergessen auch unsere Verstorbenen, die Einsamen und Kranken in der Nähe und der Ferne nicht. Lassen wir das Geschehen um Jesus Christus, seinen Auftrag, sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung nah an uns heran, damit Er auferstehen und lebendig sein kann – in Dir und mir.

Ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Michael Clemens, Pastor                                                                  Annette Beckwermert, Gemeindereferentin

Ihr Lieben,

ein zweites Osterfest ohne Präsenzgottesdienste – eine äußerst schmerzliche Erfahrung, wie es auch mein Kollege, unser Pfarrer Christian Böckmann, in seinem sehr empathischen Ostergruß an die Pfarreimitglieder [be-]schreibt. 

Hinzu kommt die bedrückende, verfahrene Lage unserer Kirche, die – mit starken regionalen Unterschieden – seit gut 10 Jahren ein schlechtes Bild abgibt und mit fortschreitenden Konflikten ihre Mitglieder zunehmend verstört. Die schlechte Außenwahrnehmung lässt die Kirchenaustrittszahlen bedenklich weiter in die Höhe schnellen – in Köln sind die Termine beim Amtsgericht bis einschl. Juni [ca. 1.500 Austrittstermine!!!] ausgebucht – und ergreift immer tiefer in die Mitte der Engagierten und Beteiligten.

Was mich – und sicher nicht nur mich – dabei mittlerweile in Rage bringt, ist die Dreistigkeit und Arroganz vieler Leitungsverantwortlicher. Wie kann ein Bischof, der selbst Geheimsekretär seines Vorgängers war, die Story auftischen, er habe von solch pikanten Personalie wie Fällen sexualisierter Gewalt durch Kleriker nichts mitbekommen? Da redet sich doch jemand auf Kosten seines Vorgängers seine eigene Rolle gerade passend klein – oder handelt es sich um Wahrnehmungsstörungen?

Würden in der freien Wirtschaft oder in Politik und Verwaltung eine solche Anzahl an hochrangigen Verantwortungsträgern in die Wüste geschickt, müsste mit Sicherheit der ihnen vorgesetzte Chef gleich mit den Hut nehmen, weil er als solcher die Gesamtverantwortung trägt. Nichts davon in der Kirche! Was für eine Denke und welches miese Empfinden steckt dahinter, jegliche Letzt- oder zumindest Mitverantwortung zu verweigern und damit alles auf den Vorgänger und Mtarbeiter abzuwälzen. Dafür müssen drei Bischöfe und der Metropolitan-Offizial in den – zumindest – einstweiligen Ruhestand! Ist das Schweigen des Vatikans dazu ein beredtes Schweigen? Wir werden es sehen.

Demut, wie sie unser Bischof in seiner Karfreitagspredigt empfahl, sollte wieder deutlicher ihren Platz im gelebten Wertekanon unserer Kirche finden. Den Jahrmarkt der Eitelkeiten in bunten Kleidchen und die ständige Selbstbespiegelung [Die Debatte um Systemrelevanz der Kirche in der  Pandemie] zeigen, wie weit die Kirche als System und Institution sich von ihrem Stifter Jesus Christus entfernt hat. Wie überdrüssig bin ich einer Kirche, die sich lieber selbst zum Thema macht als ihren  Dienst zu tun. Wie brachte es doch der geschsste Bischof von Evreux Jacques Gaillot so treffend auf den Punkt? „Eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts.“

Jesus verliert auch mit seiner Auferstehung die Bodenhaftung nicht. Das Weizenkorn, das in der Erde, sich hingebend, unterging, keimt auf zu neuem Leben. „Ich gehe euch nach Galiläa voraus.“, lässt der Auferstandene durch die „Apostelin der Apostel“, Maria von Magdala, seinen Jüngerinnen und Jüngern ausrichten. Wer vorausgeht, kann Nachfolge erwarten. Unser österlicher Auftrag ist, in seine Fußstapfen zu treten, damit die Botschaft von Liebe und Hingabe, von Solidarität und Gemeinschaft, von Versöhnung und Neubeginn zu den Menschen gelangt.

Euch und Ihnen ein gesegnetes, frohes Osterfest und herzliche Grüße

Michael Clemens, Pastor   

Ihr Lieben,

kurz bevor diese Nacht uns im Wechsel zur Sommerzeit – welch unsinnige Geschichte immer noch! – zerrinnt, schicke ich den aktuellen Gemeindebrief St. Engelbert mit dem Liturgiepaket des Bistums zum Palmsonntag und einem kleinen Begleitheft zu einer Aktion der Engelberter Kinderkirche. In den Fenstern des Gemeindezentrums [Das Tor ist offen; bitte anschließend wieder verschließen.] erzählen Bilder einen kindgerechten Osterweg. ALLE, die interessiert sind gleich aus welcher Gemeinde, können sich das Begleitheft ausdrucken, ihre Familie einpacken und den Osterweg im Erzählen gehen. Es geht ums Schauen und Bestaunen und die begleitenden Geschichten. Viel Freude beim Entdecken!

Der neuerliche Lockdown hat uns Hoffnungsfrohe kalt erwischt. Der Krisenstab sah sich veranlasst, Präsenzgottesdienste auszusetzen. Nun haben wir ja wenigstens in der Pfarrkirche digitales Equipment und Knowhow. Herzlichen Dank den Experten, die sich bereiterklärt haben, das volle Programm der Kar- und Ostertage aus der Pfarrkirche live zu streamen [Link jeweils auf www.pfarreisanktbarbara.de]. In den Gremien haben wir überlegt, wie wir das Bedürfnis nach vertrauten Gesichtern, Personen und Liturgiestilen für die Menschen aller unserer Gemeinden zufriedenstellen könnten, und haben uns entschlossen, die Liturgie dieser Festtage so aufzuteilen, dass mit den Zelebranten, Lektor*innen, Kirchenmusiker*innen und weiterer Mitwirkenden insgesamt die ganze Pfarrei sich abgebildet fühlen kann. Besonders dankbar sind wir den Barbaranern für die Übernahme des Küsterdienstes und die Aufzeichnung / Übertragung der Gottesdienste.

Weitere pfiffige, wenn man das so sagen kann, Gottesdienstangebote sind auf der Pfarrei-Homepage angekündigt. Wir dürfen froh und dankbar sein für diese vielfältigen Angebote in den unterschiedlichsten Formaten.

Euch und Ihnen einen gesegneten Palmsonntag! Freuen wir uns auf unsere Präsenzgottesdienste, bevor der Lockdown uns wieder auf die digitale Welt beschränkt. Bitte nutzen Sie, wenn Sie Bedürfnis haben, die Angebote der Hauskommunion an sämtlichen Standorten. Und genießen Sie die Ostergrüße „Eurer / Ihrer“ Gemeinde als ein Zeichen lebendiger, tiefer Verbundenheit.

Liebe Grüße

Michael Clemens, Pastor   

 

Palmsonntag_Erwachsene.pdf

12_2021 Palmsonntag_-Karwoche.pdf

Palmsonntag_Familien.pdf

Bilderweg zur Kar- und Osterzeit.pdf

 

Ihr Lieben,

während uns zwei Sturmtiefs, die einander auf den Fersen folgen, über uns hinwegfegen, erwartet uns der 4. Fastensonntag mit dem Beinamen „Laetare! – die Fehler Freue dich, Stadt Jerusalem!“ nach dem lateinischen Eingangsvers. Es ist einer von zwei Sonntagen im Kirchenjahr mit der liturgischen Farbe Rosa, einem Mix des Violett der Bußzeit und dem Weiß des Osterfestes, weshalb wohl nur die wenigsten Kirchen ein rosafarbenes Messgewand haben. In St. Engelbert wird es neben dem neuen Hungertuch von MISEREOR zu sehen sein. Eine Ansicht davon bestimmt das Titelblatt des aktuellen Engelberter Gemeindebriefs, der mit dem Liturgiepaket des Bistums angehängt.

Apropos Bistum. Das ist heute arg in die Schlagzeilen geraten mit einer Steuernachzahlung von 5,8 Mio Euro, wie „Der Spiegel“ berichtet. Generalvikar Pfeffer ist allerdings gleich mit einer Transparenzoffensive über den „FLURFUNK“ sowie die Pfarrer zunächst an die innerkirchliche Öffentlichkeit gegangen. Denn die Fehler in den  Steuererklärungen der letzten Jahre hat das Bistum selbst entdeckt und mit Hilfe einer Wirtschaftsberatung in berichtigte Steuererklärungen nachgearbeitet. Für das Bistum ist das der zweite harte Schlag nach einer Watschen, die es im Hinblick auf die Personalarbeit durch die Prüfungsgesellschaft KPMG bekommen hat. Der Generalvikar selbst hat das dahinter steckende Problem aber bereits in einem Interview mit dem Kirchen-Portal www.katholisch.debenannt: Das Theologiestudium ersetzt nicht den nötigen Sachverstand, den es für gute Verwaltung und professionelles Finanzgebaren braucht. Nähere Informationen gibt es auf katholisch.de und der Bistumsseite.

Mein Aufreger der Woche ist allerdings der Deutsche Caritasverband als Aushängeschild  verbliebener Glaubwürdigkeit katholischer Kirche. Ausgerechnet die Dienstgeberseite des Caritasverbands torpedierte einen deutschlandweiten Flächentarifvertrag PFLEGE. Was ist der Hintergrund? In der Caritas – und ähnlich der Diakonie auf evangelischer Seite – gibt es eine „Markt-Caritas“ als Betreiber von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie eine „anwaltliche“ Caritas mit ihren Hilfs- und Beratungsangeboten. Ich finde es einen Skandal, wenn eine kirchliche Einrichtung daran mitwirkt, gemeingesellschaftliche Aufgaben wie die Kranken- und Altenpflege zu profitorientierten Institutionen zu machen. Immer mehr Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen werden unter die Dächer von Holdings getrieben, die die Renditemaximierung ihrem gesellschaftlichen Auftrag überordnen und an den Mitarbeitenden sparen, die die geringste Lobby haben, dem Pflegepersonal. Was bringt es den Pflegenden, in der Pandemie beklatscht zu werden, wenn man von seinem Einkommen nicht anständig leben kann? Ein ganzer Schwarm von katholischen Sozialethikern ist dagegen Sturm gelaufen und hat Nachbesserung gefordert. Der Präsident des deutschen Caritasverbandes lehnt jegliche Nachbesserung kategorisch ab.

Ich wundere mich nicht zu lesen, dass das Kölner Amtsgericht auf Wochen keine Termine für Kirchenaustritte mehr zu vergeben hat. Die Zahlen steigen in für die Kirche existenzgefährdende Höhen an. Sehen das die Bischöfe nicht?

Fast hätte ich es vergessen, auf den VideoPodcast meiner Kollegin Daniela Busse hinzuweisen, der morgen ab 18 Uhr freigeschaltet ist und über den Link  https://youtu.be/vOjxI7pPg7k oder die Homepage www.barbarakirche.de zu erreichen ist. 

Ich wünsche trotz allem einen gesegneten Sonntag 

Michael Clemens, Pastor

6. März 2021

Ihr Lieben,

während die Sonne kräftig geschienen hat, sind die Temperaturen dagegen noch recht winterlich. Während zwar erste zarte Andeutungen des kommenden Frühlings unübersehbar zu spüren sind, kommt ganz real der aktuelle Gemeindebrief von St. Engelbert. Angefügt ist das aktuellle Liturgiepaket des Bistums sowie ein Bestellzettel des Gemeinderats-Teams „Mission, Entwicklung, Friede“ für „Eine-Welt-Waren“, z. B. im Zusammenhang mit dem MISEREOR-Sonntag mit der Bitte um Kenntnisnahme und Information sowie um Weiterleitung in die Gruppierungen und Netzwerke. Ein kleiner Hinweis: Ich habe offensichtlich für Engelbert am So, 7. März, die falsche Uhrzeit „11 Uhr“ eingetragen; natürlich ist 10 Uhr für die Präsenzgottesdienste die richtige Zeit.

Bundesregierung und Ministerpräsident*innenkonferenz haben den Lockdown mit einem gestuften Lockerungsplan bis Ende März verlängert, und in der Republik herrscht vielerorts Kopfschütteln bis blankes Entsetzen. Während bei der politischen Lichtgestalt von vorgestern, Bundesminister Jens Spahn, momentan Stromausfall zu beobachten ist,  versteht es der ausgebuffte Kommunikator MP Markus Söder trotz mieser Leistungen im Corona-Management in Bayern weiterhin recht erfolgreich, sich als „harter Hund“ zu verkaufen. So unterschiedlich kann es Politikern ergehen.

Derweil öffnen sich seit heute [Vorabendmesse der Pfarre in der Barbarakirche] wieder die Kirchtüren an den Kirchorten unserer Pfarrei für Sonntagsmessen als Präsenzgottesdienste. Die Hygienekonzepte vor Ort hatten und haben sich bewährt, und unsere bewährten Ordner*innen im Ehrenamt stehen auch wieder parat. Bei allen, mittlerweile vielfältigen und ebenfalls bewährten sowie angenommenen digitalen Formaten darf ich froh und frei bekennen, dass ich mich sehr freue, regelkonform mit einer Gottesdienstgemeinde zu beten und Eucharistie zu feiern. Für die, die sich noch nicht wieder in eine unserer Kirchen trauen, bietet ja Danny Busse weiterhin ihre erfrischend ermutigenden VideoPodcasts an, die über die Pfarreiseite zu sehen sind.

Den „Täufern“ im Pastoralteam bietet sich nunmehr ein weites Akionsfeld, denn die Corona-Beschränkungen haben einen enormen Berg an Tauf-Anfragen und -Aanmeldungen anwachsen lassen, den wir jetzt Taufe für Taufe abzutragen haben. Allerdings bleibt zurzeit noch ein Wermutstropfen: Taufen finden als nicht-öffentliche Feiern im klein[st]en Kreis statt. Wer also die Feier im großen Kreis oder im Rahmen der Sonntagsmesse vorzieht, sollte das Vorhaben hinausschieben und ein Mitglied des Pastoralteams um einen Segen für das Neugeborene ansprechen. Wir werden sicher einen regelkonformen Weg dafür finden!

Einen gesegneten Sonntag wünsche ich Euch und Ihnen – und bleibt behütet,

Michael Clemens, Pastor

karnevalClemens
 
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Sehr geehrte Herren,
für das Pfarrkapitel im November ist ein Gastgeber gefunden.
November
Mo., 27.11.2017
18.00 Uhr
Wohnpark
Dimbeck
Pfr.i.R.
F.J. Steprath,


Vielen Dank

Mit herzlichen Grüßen vom Kirchenhügel

Rita Dronia




Kath.Kirchengemeinde
St. Mariae Geburt
Althofstr. 5
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel: 0208 - 3 25 25
Fax: 0208 - 3 45 80

Öffnungszeiten Pfarrbüro:
Mo., Di., Fr. 09.30 Uhr - 12.00 Uhr
Mi. 14.00 Uhr - 16.00 Uhr
 
 
 

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